Nachhaltige Tipps für Gartenarbeiten im September

Gartenarbeiten im September, Selbstversorger, Nachhaltigkeit
Immer mit der Ruhe. Gartenarbeiten im September können entspannend sein. Photo by Benjamin Combs on Unsplash

Last Updated on 27. August 2020 by Daniela

Welche Gartenarbeiten im September sind wichtig?

Mit dem Spätsommer entsteht eine wundervolle Atmosphäre im Garten. Noch ist es warm, die Abende werden langsam kühler, die Luft weich, erinnert an reife Pfirsiche. Wer Duft- oder englische Rosen von David Austin gepflanzt hat, wird genau von solchen Aromen verwöhnt. Mit den letzten Blütephasen stehen natürlich auch verschiedene Gartenarbeiten im September an. Dabei werfen wir vor allem einen Blick auf Nachhaltigkeit im Garten. Denn die Natur mit ihrem wiederkehrendem Rhythmus leitet uns auf dem Weg zu natürlicher Gartenarbeit. 

1. Beete und Blumenrabatte säubern | Pflanzenteile entfernen

Jetzt ist es wichtig, vertrocknete Pflanzenteile von Blumen und Stauden zu entfernen. Wappnen Sie sich mit einem Korb und einem Eimer. Denn es gibt vieles zu sammeln. Legen Sie Papier in den Korb, damit hier beim Spaziergang durch den Garten nichts verlorengeht. So schneiden Sie verblühte, trockene Blüten ab und sammeln die Samenstände. Dies wird die Basis für Ihre Lieblingsblumen im nächsten Jahr. Andere Samen mit festen Stielen wie Hortensien belassen sie am Stengel. Denn sie bieten Vögeln und Insekten wertvolle Nahrung in den Wintermonaten. Ausserdem sehen vertrocknete Blüten wunderschön aus, wenn sie leicht mit Schnee oder Reif bedeckt sind. 

2. Rosen etwas schneiden

Widmen Sie sich bei Ihren Gartenarbeiten im September der Königin aller Blumen: Der Rose. Nach der zweiten Blüte vertragen auch Rosen einen kleinen Schnitt. Kürzen Sie schwache oder nach innen wachsende Triebe jetzt aus. Rosen im Kübel vertragen jetzt vielleicht auch eine Gabe frischer Erde bzw. gutem Humus. Entfernen Sie auch alle Blätter mit schwarzen Flecken – jedoch auf keinen Fall im Kompost, sondern im Hausmüll. Ansonsten verbreiten sich die Pilzsporen ungehindert im Garten.

Natürliche Rosen- und Pflanzenschutzmittel für den Garten

3. Wichtige Gartenarbeiten im September: Neue Pflanzungen planen

Schon bald steht die Pflanzung von Rosen an! Schauen Sie, wo duftende Rosen einen guten Platz finden. Die meisten Rosen möchten Halbschatten. Denn einen komplett sonnigen Standort vertragen die hübschen Blüten nicht über den ganzen Tag. Wenn Sie wählen können, dann ist die Morgensonne besser für Rosen geeignet als die heisse Nachmittagssonne. Bei den Gartenarbeiten im September bereiten Sie den zukünftigen Pflanzort jetzt vor.

Rosen ohne grünen Daumen für den Schatten

Doch auch im Schatten gedeihen sie, so zum Beispiel die weisse Rose „Claire Austin“ oder die weisse Austin Rose “Desdemona”, die mit zauberhaften Blüten und lieblichem Duft Gartenfreunde verwöhnt. Die eine als Kletterrose, die andere auch für den Kübel, verschönern sie dunkle Ecken oder Mauern und beanspruchen wenig Pflege. Rosen werden ebenfalls mit einer grosszügigen Gabe von Humus gepflanzt. Hier sehen Sie diese beiden weissen Rosen. Die Unterschiede sind klein, aber dennoch deutlich: Die englische Rose Claire Austin hat gelblich, schmale Knospen, während Desdemona mit leicht rosafarbenen Knospen beginnt und beide zu doppelt gefüllten Rosen heranwachsen.

Gemüse ernten

Lassen Sie Tomatenpflanzen so lange wie möglich stehen. Sie geniessen jeden Tag die wärmende Sonne und wachsen in der Nacht. Der Geheimtipp für natürliche Düngung: Trockene Blätter von Tomatenpflanzen abnehmen und auf dem Boden rund um die Pflanze legen. 

Gartenarbeiten im September: Das Gemüsebeet nicht vernachlässigen!

Dort, wo bereits abgeerntet wurde, sollte der Boden nicht kahl bleiben. Das bedeutet: Entweder Gründüngung oder Gemüsesorten. Es stellt sich die Frage: 

Welches Gemüse wird im September ausgesät?

Es eignen sich Feldsalat, Endivien, Schnittsalat und vor allem Winterspinat als gesundes Wintergemüse. Robuste Sorten können Sie bis zum Jahresanfang ernten. Auch Radieschen wachsen jetzt noch gut. Für die Gründüngung verwenden Sie Phacelia oder Gelbsenf. Die Pflanzenteile werden später im Boden verarbeitet und sorgen nachhaltig für eine Bodenverbesserung. 

Wenn Sie zwischen Mai und Juli Grünkohl oder Palmkohl (auch bekannt als Toskanischer Kohl oder Schwarzkohl) ausgesät haben, dann lockern Sie jetzt die Beete. Als Starkzehrer vertragen sie jetzt eine Gabe frischen Humus oder einen Langzeitdünger. In der nachhaltigen Gartenarbeit wird hier auch gern Brennnesseljauche angesetzt. Entfernen Sie das vermeintliche Unkraut also nicht aus Ihrem Garten, sondern verwenden Sie es als Dünger oder als Tee. 

Diese Jauche eignet sich auch dann, wenn Ende September bis Oktober Blumenzwiebeln gesetzt werden sollen. Der Boden wird zwei bis drei Wochen vor dem Einsetzen der Frühlingsblüher noch einmal gekräftigt. Keinesfalls sollte die Brennnesseljauche zusammen mit den Blumenzwiebeln in den Boden kommen. Geben Sie den Nährstoffen Zeit, sich auszubreiten. Dann werden sich auch die Blumenzwiebeln freuen. 

Regelmässige Gartenarbeiten im September

Hecken schneiden | Grünabfälle sammeln

Dass jetzt im Herbst auch die Zeit gekommen ist, um Ihre Hecken zu schneiden, wissen Sie. Achten Sie darauf, dass sämtliche Abfälle auf dem Kompost landen. Wenn Sie gleichzeitig auch den Rasen mähen, ist eine Mischung aus kleinen Zweigen, Blättern und Rasenschnitt perfekt, um auf dem Kompost zu landen. Denn Luft ist ein wichtiger Faktor, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt. Kleine Zweige und dünne Äste sind genau richtig, damit der Komposthaufen atmen kann. Ausserdem verkriechen sich gern Kleintiere im natürlich angelegten Komposthaufen. Igel und Vögel ernähren sich zu gern von dem, was der Kompost bietet. Und wenn Sie bisher viele Engerlinge darin entdeckt haben, umso besser! Für Kleintiere und die nächste Gartensaison. 

Maulwürfe und Wühlmäuse loswerden

Gerade Wühlmäuse sind ärgerlich. Um sich satt zu fressen, knabbern sie die guten Blumenzwiebeln und andere Wurzeln an. Das Ergebnis: Die Pflanzen sterben ab, ohne dass man daran viel ändern kann. Die Tiere graben sich im Erdreich kleine Tunnel, die in einem Erdhügel enden. Dies gilt für Wühlmäuse als auch für Maulwürde gleichermassen. Wichtig ist, die Tiere nicht zu töten, denn jedes Lebewesen hat einen Platz im Naturkreislauf. Was Sie jedoch tun können: Verscheuchen Sie Wühlmäuse mit natürlichen Mitteln.

Hinweis: Wenn Sie bereis Maulwürfe im Garten haben, werden hier keine Wühlmäuse leben. Die beiden Tierarten mögen sich har nicht. Schon deshalb, weil der Maulwurf den Nachwuchs der Wühlmaus frisst. Darüber hinaus macht sich der Maulwurf nicht an Pflanzen zu schaffen.

Die natürliche Kraft des Neems nutzen 

Alle Pflanzenteile des Neems haben einen für Tiere unerträglichen Geruch, sind aber ungefährlich. Ein Teelöffel Neemblätter, Niemöl oder Neemsamen sorgt dafür, dass die Tiere schnell Reissaus nehmen und sich einen anderen Lebensraum suchen. Neem können Sie darüber hinaus auch zur Pflanzenstärkung und Schutz vor Krankheiten nutzen.

Knoblauch und saure Buttermilch

Ähnliches gilt für die Mischung von vergorener Buttermilch mit Knoblauch. Dazu müssen sie die Buttermilch erst gären lassen und gepresste Knoblauchzehen hinzugeben. Ungewöhnliche Gartenarbeiten im September, aber wirksam ohne die Tiere zu schädigen.  

Diese beiden Massnahmen schützen sowohl die Tiere als auch Ihre Pflanzen.  Bei Bedarf geben Sie Neemsamen oder Buttermilch um einzelne Pflanzen herum. Neemblätter oder Niemsamen können langfristig gelagert werden. So sind Sie immer gut vorbereitet, um unerwünschte Tiere fernzuhalten. 

Gartenarbeiten im September: Pflanzen schützen 

Sollten Sie jetzt erst beginnen, Wühlmäuse auf natürliche Art zu entfernen, dann ist der Schutz bestimmter Pflanzen notwendig. Denken wir hierbei vor allem an die schönen Frühlingsblüher. Die Blumenzwiebeln sind der Gefahr der gefrässigen Tiere ausgesetzt. Deshalb bietet sich ein Pflanzkorb oder ein Drahtnetz an. Aus diesem Grund sollten insbesondere Hochbeete mit einem dichten Drahtgitter ausgelegt werden. Somit wird den Wühlmäusen auf natürliche Art der Weg zu Wurzeln und Blumenzwiebeln versperrt. 

4. Obst einlagern

Wenn Sie Äpfel und Birnen richtig lagern, sind Sie für die nächsten Monate versorgt. Dazu benötigen Sie nur einige stapelbare Holz- bzw. Obstkisten und ein paar Lagen Zeitung. Gehen Sie zuerst mit den Kisten und dem Obst in einen kühlen Raum. Dann den Boden der Kisten mit Zeitung auslegen, die Äpfel hineinlegen und dafür sorgen, dass sie einzeln liegen und sich nicht berühren. Solange der Raum kühl und dunkel ist, bleibt das Obst längere Zeit gut erhalten. 

5. Entspannen Sie!

Der Garten präsentiert in unserem modernen Lifestyle eine perfekte Einheit von Körper, Geist und Seele. Sie tun bei der Gartenarbeit bereits viel für Ihre Gesundheit. An frischer Luft, Bewegung und nicht zu vergessen die glücklichen Momente, beim Betrachten fröhlicher Farben von Blumen und der Gemüseernte. 

Neben den Gartenarbeiten im September vor allem auch entspannen!

Hinter der Arbeit mit den Händen steckt so viel mehr. Denn nichts bringt einen Menschen besser auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn er genau dort Zeit verbringt: Von den Füssen aufwärts mit dem Erdreich verbunden, erden Sie sich wieder. Stress fällt ab und auch die Sorgen – wenn Sie es zulassen. Nehmen Sie sich deshalb vor allem auch Zeit um zu entspannen. Vergessen Sie für einen Moment die Aufgaben und Arbeiten. Schliessen Sie die Augen, nehmen Sie die wundervolle Natur wahr, die Sie umgibt. Fühlen Sie sich umarmt, wie eine liebe Freundin.

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Quellen:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/giftfrei/behandeln/24787.html