Die Kraft der Ambrosia

Ambrosia, Ambrosiapflanze
So sieht die Ambrosiapflanze aus! Photo credits: Erika Hartmann / pixelio.de

Bei der Ambrosia geht es um weit mehr, als Unkraut zu bekämpfen. Der problematische Teil des Beifußblättrigen Traubenkrauts ist die höchst aggressive Wirkung als Allergieauslöser. Selbst Menschen, die nicht an Allergien leiden, können hier betroffen sein. Die extrem winzigen Pollen sind in der Lage, vom Heuschnupfen bis zum Asthma diverse Alleriesymptome auszulösen.

Die Natur zeigt uns ihre Stärke | Eine hochallergene Pflanze macht uns das Leben schwer

Es ist kaum möglich, die Ambrosia durch das einfache Herausreißen bei der Gartenarbeit zu eliminieren. Eine nachhaltige Lösung könnten natürliche Feinde aus der Natur sein, die in der Hauptsache die Fortpflanzung verhindern. Bei der Auswahl solcher Insekten standen Wissenschaftler in Australien und China bereits vor einer großen Herausforderung: Nämlich die Verwandtschaft der Ambrosia zur schönen Sonnenblume. In der Planung solcher Vorgehen muss also sichergestellt sein, dass die Tiere keine Sonnenblumenplantagen angreifen.

Ist ein Falter der natürliche Fein der Ambrosia?

In China wurden bereits riesige Zuchtanlagen eines Falters im Treibhaus organisiert. Der Falter Epiblema strenuana ist einer der wenigen, bekannten natürlichen Feinde der Ambrosiapflanze. Doch auch die Chinesen entschieden sich dafür, die diesen Falter in einer Region auszusetzen, in der unmittelbar keine Sonnenblumen wachsen. In Europa ist ein solches Vorhaben schwierig, denn der Lebensraum eines Falters kann nicht eingegrenzt werden. Derzeitig werden andere Insekten getestet, die für eine großflächige Eindämmung der Ambrosie genutzt werden können. Denn immerhin taucht dieses Problem gefährlicher Pflanzen bereits in anderen europäischen Ländern auf. Zu diesen Insekten zählen Käfer, Zweiflügler und Schmetterlinge.

Die Ambrosiapflanze mit nordamerikanischen Wurzeln

Doch Sie sollten vorsichtig mit Vogelfutterprodukten sein, auf denen „Ambrosia kontrolliert“ steht. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Siegel und Prüfzeichen kaum Wirkung zeigen. In den vergangenen Jahren wurden Produkte geprüft und rund 90% der Proben enthielten dennoch Samen der Beifuß-Ambrosie auf! Vor dem Kauf haben Sie als Verbraucher leider keine Möglichkeit, das Vogelfutter zu prüfen. Erst zuhause zeigt sich, ob hier Samen enthalten sind. An dieser Stelle sollte sich jeder Mensch darüber im Klaren sein, dass die Pflanze aus einem einzigen Samen 10.000 neue Samen produzieren kann! Auf „Ambrosia-kontrolliert“ ist heute also kaum Verlass. Auch Sonnenblumensamen als Vogelfutter enthalten immer wieder Ambrosiasamen. Es wird der Ambrosiapflanze damit viel zu leicht gemacht, sich in Europa auszubreiten. Warten Sie nicht auf neue Gesetze, um die Natur zu schützen. Handeln Sie eigenverantwortlich und verhindern Sie die Ausbreitung der Ambrosia. Auf keinen Fall dürfen Pflanzenreste der Ambrosia auf den Kompost! Günstiger wäre es, wenn eine Siedlung oder Kleingartenanlage einen Container mietet und dort alle Pflanzen gesammelt und abtransportiert werden.

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Auf Sie kommt es an! Die Entfernung der Ambrosia ist wichtig

Die Lösung: Auf andere Produkte ausweichen oder mühselig das Vogelfutter prüfen und alle vorhandenen Kleinteile, Samen aussortieren und über den Hausmüll aussortieren. Im Zweifelsfalle müssten die Samen sogar zerstört werden, denn einige der Samen können bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben. Informieren Sie sich über notwendige Vorsichtsmaßnahmen zum Entfernen der Ambrosia Pflanze.

Es wäre sicherlich auch interessant, ob die ebenfalls ungeliebte Nacktschnecke bzw. Spanische Wegschnecke die Ambrosia liebt. Vielleicht gibt es einige Gärtner unter Ihnen, die einen Test im eigenen Garten wagen wollen und uns hier von den Ergebnissen berichten! Helfen Sie mit, beifußblättriges Traubenkraut regional zu bekämpfen!

Quellen:

http://www.ambrosiainfo.de/53223897650329f14/index.html

http://www.unifr.ch/news/de/7385/