Erntezeit Sommer: Obst einkochen, Marmeladen selbst gemacht

Obst einkochen, die Ernte aus dem Garten verarbeiten
Obst einkochen, die Ernte aus dem Garten verarbeiten Foto: Pixabay.com

Hochsommer und der Garten ist voller Früchte

Ich liebe jede Jahreszeit, doch wenn sich der Sommer dem Ende neigt, beginnt dank guter Ernten das Einkochen von Obst. Eine aufregend schöne Zeit, die jede Menge schöner Arbeit mit sich bringt. Aus Erzählungen sind die Geschichten älterer Generationen bekannt. Wie die Frauen des Hauses Kirschen, Birnen und Äpfel einkochten, um in der kargen Winterzeit köstliche Desserts auf den Tisch zu stellen. Diese wundervolle Tradition ist in unseren Tagen längst wiederentdeckt, mit neuen Rezepten macht Einwecken wieder Spaß.

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Schraubdeckeln, die ein Vakuum im Inneren erzeugen. So munden nicht nur die Erdbeeren in der kalten Jahreszeit, auch Gemüse wie Tomaten können bereits zu einer köstlichen Soße eingekocht und dauerhaft haltbar gemacht werden. Alternativ gibt es Einmachgläser mit Glappdeckel und Gummiring. Wer viel Einkochen möchte, muss hier tiefer in die Tasche greifen. Doch dafür können die praktischen Gläser immer wieder verwendet werden und benötigen später nur einen neuen Gummiring. Auch das Kochgeschirr selbst spielt eine Rolle. Frauen der Generation 40+ leisten sich gern gute Kochtöpfe, einfach aus der Erfahrung heraus, dass Qualität im Küchenschrank sich in jeder Hinsicht auszahlt.

Früchte aus dem Garten sinnvoll verarbeiten

Urban Gardening – ein Begriff, der bereits in jeder Generation die Runde gemacht hat. Das traditionelle Einkochen von Obst wird wieder geschätzt. Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb für einen kleinen Garten – auch mitten in der Stadt, um eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Zum einen besteht der Wunsch nach gesunden, biologisch angebauten Produkten, zum anderen stellt es für viele Familie ein Kostenfaktor dar; das selbst angebaute Gemüse in Bioqualität ist einfach preisgünstiger. Wenn die Sonne Pflaumen, Beeren, Tomaten und Paprika mit ihrer Wärme verwöhnt hat, gibt es nichts Schöneres, als mit einem Korb durch den Garten zu laufen und das erntereife Gemüse zu pflücken und zum Einkochen vorzubereiten.

Der Plan für heute: Obst einkochen!

Marmeladen einkochen
Herrlich! Marmeladen selbst gemacht. Photo credits: Pixabay.com

Beim Einmachen von Obst müssen nur wenige, aber wichtige Regeln beachtet werden. Ich wähle die Variante: Einkochen von Obst im Schraubglas. Für mich eine der einfachsten Möglichkeiten, Früchte dauerhaft haltbar zu machen.

Praktisch wie ökologisch: Die Gläser können mehrfach verwendet werden, nur die Deckel werden durch neue im nächsten Jahr ersetzt.

Wichtig ist, dass das Obst reif und frisch ist. Der gute Geschmack der Früchte bietet in der Haupterntezeit die besten Chancen, um sich zum schmackhaften Dessert zu entwickeln. Ferner gehören Kern und Kerngehäuse vor dem Befüllen in das Einmachglas sorgfältig entfernt. Besonders wichtig sind hier dunkle oder matschige Stellen. Diese müssen großzügig herausgeschnitten werden, da sie das Gesamtergebnis in Qualität und Optik mindern. Beim Einkochen mit Schraubgläsern werden die Früchte gewaschen, dann

  • in mundgerechte Stücke geschnitten
  • nach Bedarf gesüßt und
  • ca. 20 – 30 Minuten gekocht.

Marmeladen und Gelees mit Gewürzen veredeln!

Der langweilige Fruchtgeschmack ist passé. Ich liebe es, meinen Marmeladen einen eigenen Geschmack zu geben.

Mein Geheimrezept für Marmelade: Eine Mischung aus Vanille, Zimt und Nelken.

Zusätzlich verwende ich noch frisch gepressten Zitronensaft, der mit Honig für einen richtigen Kick sorgt. Hin und wieder gebe ich auch fein geschnittene Chili in die Fruchtmasse, nur einen kleinen Hauch. Auch geriebene Schale von Bio-Zitronen passt zu eingekochten Früchten. Probieren Sie sich aus und finden Sie Ihre Lieblingsgewürze! Erlaubt ist, was gefällt und allen schmeckt.

Das Befüllen der Gläser

Die Gläser sollten bereits gründlich gereinigt sein. Während der Einkochzeit lagere ich Gläser und Deckel in heißes Wasser, so können sich keine Bakterien bis zum Abfüllen absetzen. Kurz vor dem Befüllen stelle ich sie kopfüber auf ein bereitgelegtes Handtuch zum Trocknen. Praxistauglich ist ein leicht abgekühltes, aber noch warmes Glas. Dann wird mit einer Schöpfkelle der Inhalt eingefüllt und Flüssigkeit hinzugegeben. Den Rand des Glases kurz mit einem feuchten und sauberen Tuch abwischen und mit dem Deckel schließen. Sobald das Glas gut verschlossen ist, wird es auf den Kopf gestellt. Jetzt bildet sich im Glas ein Vakuum, was für die Haltbarkeit des Inhalts sorgt.

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Obst einkochen: Wie viel Zucker kommt ins Glas?

Zucker wurde seit jeher als Konservierungsmittel genutzt. In der Gegenwart ist der süße Stoff eher unbeliebt. Beim Einkochen reichen auch schon geringe Mengen von Zucker aus. Wer den kalorienreichen Stoff gar nicht mag, lässt ihn einfach ganz weg. Ich selbst verwende bei Marmeladen maximal 50 % der Fruchtmasse und süße hin und wieder auch mit Honig. Letztendlich bleibt die Menge Zucker jedem selbst überlassen. Auch Früchte wie Khaki eignen sich als natürlicher Süßstoff.

Lifestyle4uniquetipp: Würzige Käsesorten wie Pecorino schmecken sehr gut mit Fruchtgelees. Als Vorspeise oder Begleiter zum Wein köstlich!

Immer beliebt: Selbst gemachte Tomatensoße

Wer kennt es nicht; während Tomaten im Sommer knackig Rot sind und einen herrlichen Geschmack haben, sind sie im Winter eher farblos und unscheinbar. Auch mit der besten Kochkunst bleibt die Tomatensoße fade. Wer jetzt im Sommer die roten Früchte einkocht, hat für den Winter vorgesorgt! Nichts ist einfacher als eine frisch eingekochte Tomatensoße. Dafür werden die Tomaten in grobe Stücke geschnitten und ohne Wasser gekocht. Wahlweise werden einzelne Kräuter wie Oregano oder Rosmarin hinzugegeben. Etwas Salz, Pfeffer und eine kleine Prise Zucker oder ein Löffel Honig geben der selbst gemachten Soße den richtigen Kick. Die Einkochzeit beträgt ca. 15 – 20 Minuten. Sobald sie fertig ist, wird sie in Gläser gefüllt und verschlossen wie beim eingekochten Obst. Richtig abgedichtet steht die perfekte Tomatensoße auf dem Kopf und findet dann ihren Platz im Vorratsschrank.

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