Gartenarbeiten im Januar

Gartenarbeiten im Januar, hohe Gräser schützen, Winterpause geniessen
Gartenarbeiten im Januar, Ruhepause für Mensch und Natur Photo credits Lifestyle4unique

Die Gartenarbeit im Januar ist eher übersichtlich. Es gibt wenig zu tun. Überprüft werden sollten Kübelpflanzen und immergrüne Pflanzen. Lang anhaltende Trockenheit tun den Wurzeln nicht gut. Jetzt besteht die Möglichkeit zum Beschneiden der Bäume oder für die Planung der Gartenbeete im kommenden Jahr. Selbst für die Gartengestaltung ist jetzt im Januar der richtige Zeitpunkt. Vielleicht möchten Sie ein Hochbeet anlegen und so Ihren Eltern oder sich selbst eine rückenfreundliche Gartenarbeit ermöglichen.

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Wie wäre es, wenn Sie in der kommenden Saison alte Gemüsesorten anpflanzen? Der österreichische Verein Arche-Noah.at widmet sich der Erhaltung alter Gemüsesorten. Dort finden Sie im Online-Shop auch Raritäten wie Cardy/Kardone, Hirschhornwegerich oder die Tomatillo Purple. Interessant ist sicher auch der Anbau von Palmkohl als schmackhafte Alternative zum Grünkohl. Das bedeutet, dass Sie jetzt im Januar Ihr Saatgut überprüfen. Bedenken Sie, schon im Februar werden Chili und Auberginen gesät! Es kann notwendig sein, dass Sie jetzt also neues Saatgut kaufen. Im Idealfalle entscheiden Sie sich für Bio-Saatgut. Die Pflanzen sind in der Regel weniger anfällig, von der Ernte können Sie neues Saatgut entnehmen.

Im Januar Bäume schneiden

Ein Vorteil der Gartenarbeiten im Januar: Ohne das Blattlaub fällt es wesentlich leichter, die Bäume zu beschneiden. So sehen Sie viel besser, welche Äste gekürzt oder vollständig entfernt werden müssen. Für eine schöne Krone werden vor allem die nach innen wachsenden Äste abgeschnitten. Nutzen Sie für den Baumschnitt die frostfreien Tage. Bei anhaltendem Frost kann es zu ernsthaften Wundschäden an den Schnittflächen kommen. Halten Sie daher stets einen Blick auf das Thermometer. Wie Sie einen Baum schneiden und das in weniger als einer Minute sehen Sie im folgenden Video. Professionalität auf Hochtouren, danke für diesen kreativen Film dem Baumwart Stephan Kolodziej vom Glöckner-Hof.de

 

Gräser im Winter nicht schneiden

So sind hohe Gräser geschützt, Gartenarbeiten der Generation 35+
Hohe Gräser durch zusammenbinden im Winter schützen Photo credits: Lifestyle4unique

Ebenso werden Ihre schönen Gräser vor der kalten Feuchtigkeit geschützt. Sie haben diese hoffentlich nicht im Herbst abgeschnitten! Denn die trockenen Gräser schützen die Pflanzen.

Die beste Überlebensstrategie der Gartengräser ist das Zusammenbinden über die Wintermonate. Erst wenn sie den Winter heil überstanden haben, werden sie im Frühjahr geschnitten.

Schneiden Sie ca. zwei Drittel der Pflanze oder bis zu zehn Zentimeter zum Boden. Schon bald werden sich neue Triebe zeigen.

Gartenarbeiten im Januar: Gießen oder nicht?

Diese Frage kann ganz klar mit „Jein“ beantwortet werden. Sind die Temperaturen mild und es regnet hin und wieder, brauchen Sie die immergrünen Pflanzen nicht zu gießen. Bleibt es jedoch trocken, sollten die Pflanzen mäßig gegossen werden. Wichtig ist, dass der Boden frostfrei ist und in den nächsten Tagen auch bleibt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Wurzeln erfrieren. Auch Kübelpflanzen im Gewächshaus oder Kellerraum können etwas Wasser vertragen. Bedenken Sie jedoch, dass es sich hier immer nur um ein Minimum handelt. Der Boden sollte also wirklich trocken sein, bevor gegossen wird. Nehmen Sie Regenwasser oder abgestandenes Wasser zum Gießen.

Wenn der Schnee die Äste erdrückt – Pflanzen vor Schneebruch schützen

Hat es viel geschneit, leiden Bäume oder Sträucher oft unter der dicken Schneelast. Entfernen Sie die dicke Schneedecke, bevor die Äste abbrechen. Am besten erledigen Sie diese Arbeit, sobald der Schnee gefallen ist. Dann lässt er sich leicht abschütteln oder abfegen. Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken. Winterfeste Gräser überleben diese kalte Wintertage, insbesondere wenn sie, wie auf dem Bild, zusammengebunden sind und die neuen Triebe gut schützen.

Hecken vor Streusalz schützen

Sollten Ihre liebevoll gepflegten Hecken am Straßenrand stehen, können sie durch Streusalz Schaden nehmen. Damit das nicht passiert, schütten Sie Erde direkt an der Hecke auf. Damit verhindern Sie, dass das Streusalz beim Auftauen in die Erde eindringt und die Wurzeln der Hecke schädigt. Sofern im Januar noch ausreichend Laub vorhanden ist, lohnt es sich, zuerst eine dicke Schicht Laub aufzutragen und dann die frische Erde darauf zu geben. Auch in der Nähe stehende Bäume können mit dieser einfachen Maßnahme geschützt werden. Vergilbte Blätter und stockendem Wachstum der Hecken können Sie somit vorbeugen. Schon deshalb lohnt es sich, immer einen Komposthaufen anzulegen und für frischen Humus zu sorgen. Eine kostengünstige Variante nicht nur für das Gemüsebeet, sondern auch für alle anderen Pflanzen! 

Düngen im Winter? – Achtung! Nur die seltensten Pflanzen!

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Der Winter ist die Ruhephase für Pflanzen. Daher sei ihnen die Ruhe gegönnt. Nur einige Ausnahmen wie der Buchsbaum, die Eibe oder die hübschen Stechpalmen werden minimal gedüngt. Voraussetzung für das Gießen und Düngen von Buxus und Ilex ist immer ein frostfreier Boden. Jede Pflanzenart hat ihre ganz eigenen Ansprüche an Nährstoffen. Wählen Sie daher sorgfältig den richtigen Dünger für Zimmerpflanzen und Gartenpflanzen aus. Ideal ist ein spezieller Dünger für Buchsbaum.