Jetzt Obst einkochen und die Familie glücklich machen!

Obst einkochen, die Ernte aus dem Garten verarbeiten
Obst einkochen, die Ernte aus dem Garten verarbeiten Foto: Pixabay.com

Update Juli 2020

Hochsommer, und der Garten voller Früchte!

Ich liebe jede Jahreszeit, doch wenn sich der Sommer dem Ende neigt, beginnt dank guter Ernten das Obst einkochen. Eine aufregend schöne Zeit, die genüssliche Arbeit mit sich bringt. Aus Erzählungen sind die Geschichten älterer Generationen bekannt. Wie die Frauen des Hauses Kirschen, Birnen und Äpfel einkochten, um in der kargen Winterzeit köstliche Desserts auf den Tisch zu stellen. Diese wundervolle Tradition ist in unseren Tagen längst wiederentdeckt, mit neuen Rezepten macht das Obst einkochen wieder Spaß.

Der Weg der Nachhaltigkeit vom Garten in die Küche

Viele Menschen fragen sich: Wie kann ich nachhaltig leben? Ganz einfach: Nutzen Sie wiederverwendbare Gläser. Ideal sind Schraubdeckel, die ein Vakuum erzeugen. Alternativ gibt es Einmachgläser mit Klappdeckel und Gummiring. Wer viel Obst einkochen möchte, kauft am besten gleich ein grosses Set. Die praktischen Gläser werden immer wieder verwendet, ausgetauscht werden nur die Deckel oder der Gummiring.

Auch das Kochgeschirr selbst spielt eine Rolle. Jeder, der schon einmal einen angebrannten Boden von innen gesehen hat, weiss das. Frauen der Generation 35+ leisten sich deshalb gern gute Kochtöpfe, einfach aus der Erfahrung heraus, dass sich Qualität im Küchenschrank in jeder Hinsicht auszahlt.

Obst einkochen und Früchte sinnvoll verarbeiten

Sehr beliebt sind alte Tomatensorten, Früchte oder auch Chili für ein köstliches Chutney. Auch die Städter verzichten längst nicht mehr auf das Vergnügen, das eigene Gemüse anzubauen. Urban Gardening – ein Begriff, der bereits in jeder Generation die Runde gemacht hat. Das traditionelle Einkochen von Obst wird wieder geschätzt. Immer mehr Menschen entscheiden sich deshalb für einen kleinen Garten – auch mitten in der Stadt, um eigenes Obst und Gemüse anzubauen.

Werden Sie Selbstversorger und sparen Sie bares Geld!

Der Wunsch nach gesunden, biologisch angebauten Produkten wächst zunehmend. Für viele Familie ist Obst einkochen auch ein Kostenfaktor; denn selbst angebautes Obst und Gemüse in Bioqualität ist einfach preisgünstiger. Wenn die Sonne Pflaumen, Beeren, Tomaten und Paprika mit ihrer Wärme verwöhnt hat, gibt es nichts Schöneres, als mit einem Korb durch den Garten zu laufen und das erntereife Gemüse zu pflücken und zum Einkochen vorzubereiten.


Der Plan für heute: Obst einkochen!

Obst einkochen, nachhaltig leben, Twist off Gläser verwenden

Beim Einwecken von Obst müssen nur wenige, aber wichtige Regeln beachtet werden. Ich wähle die Variante: Einkochen von Obst im Schraubglas oder auch als Twist off Glas bekannt. Für mich eine der einfachsten Möglichkeiten, Früchte dauerhaft haltbar zu machen.

Praktisch wie ökologisch: Die Twist off Gläser können mehrfach verwendet werden, nur die Deckel werden durch neue im nächsten Jahr ersetzt.

Obst einkochen: So gehts!

Wichtig ist, dass das Obst reif und frisch ist. Ferner gehören Kern und Kerngehäuse vor dem Befüllen in das Einmachglas sorgfältig entfernt. Besonders wichtig sind dunkle oder matschige Stellen des Fallobsts. Diese müssen großzügig herausgeschnitten werden, da sie das Gesamtergebnis in Qualität und Optik mindern. Beim Einkochen mit Schraubgläsern werden die Früchte gewaschen, dann

  • in mundgerechte Stücke geschnitten
  • nach Bedarf gesüßt und
  • mit Gewürzen wie Nelken oder Vanille gewürzt, dann
  • ca. 20 – 30 Minuten gekocht.
Marmeladen und Gelees mit Gewürzen veredeln!

Langweiliger Fruchtgeschmack ist passé. Ich liebe es, meinen Marmeladen einen eigenen Geschmack zu geben. Mein Geheimrezept für Marmelade: Eine Mischung aus Vanille, Zimt und Nelken.

Zusätzlich verwende ich noch frisch gepressten Zitronensaft, der mit Honig für einen richtigen Kick sorgt. Hin und wieder gebe ich auch fein geschnittene Chili in die Fruchtmasse, nur einen kleinen Hauch. Auch geriebene Schale von Bio-Zitronen passt zu eingekochten Früchten. Probieren Sie sich aus und finden Sie Ihre Lieblingsgewürze! Erlaubt ist beim Obst einkochen, was gefällt und allen schmeckt.

Das Befüllen der Gläser

Die Gläser sollten bereits gründlich gereinigt sein. Es bietet sich auch an, die Gläser im Backofen zu sterilisieren. Tipp: Dabei werden die Gläser zum Einwecken erst in heisses Wasser (mindestens 70 °C) gelegt. Vorher natürlich gründlich reinigen! Danach die Gläser trocknen, verwenden Sie ein sauberes Tuch! Dann den Backofen auf 120 °C vorheizen, die Gläser auf das Blech stellen und für ca. 15 bis 20 Minuten sterilisieren. 

Einwecken auf traditionelle Art

Ganz klassisch können Sie so Obst einkochen: Während der Einkochzeit lagern Sie Gläser und Deckel in kochend heissem Wasser, so können sich keine Bakterien absetzen. Kurz vor dem Befüllen stellen Sie sie kopfüber auf ein bereitgelegtes Handtuch zum Trocknen. Praxistauglich ist ein leicht abgekühltes, aber noch warmes Glas. Dann mit Schöpfkelle und Trichter den Inhalt einfüllen. Den Rand des Glases kurz mit einem feuchten und sauberen Tuch abwischen und mit dem Deckel schliessen. Sobald das Glas gut verschlossen ist, wird es auf den Kopf gestellt. Jetzt bildet sich im Glas ein Vakuum, was für die Haltbarkeit des Inhalts sorgt.

Obst einkochen: Wie viel Zucker kommt ins Glas?

Zucker wurde seit jeher als Konservierungsmittel genutzt. In der Gegenwart ist der süße Stoff eher unbeliebt. Beim Einkochen reichen auch schon geringe Mengen von Zucker aus. Wer den kalorienreichen Stoff gar nicht mag, lässt ihn einfach ganz weg. Ich selbst verwende bei Marmeladen maximal 50 % der Fruchtmasse und süsse hin und wieder mit Honig. Letztendlich bleibt die Menge Zucker jedem selbst überlassen.

Nicht allein Obst einkochen. Auch Tomatensosse ist der Renner!

Wer kennt es nicht; während Tomaten im Sommer knackig Rot sind und mit herrlichem Geschmack überzeugen, sind sie im Winter eher farblos und unscheinbar. Auch mit der besten Kochkunst bleibt die Tomatensosse fade. Wer im Sommer die roten Früchte einkocht, sorgt für den Winter vor! Nichts ist einfacher als eine frisch eingekochte Tomatensosse.

Dafür werden die Tomaten in grobe Stücke geschnitten und ohne Wasser gekocht. Wahlweise werden einzelne Kräuter wie Oregano oder Rosmarin hinzugegeben. Etwas Salz, Pfeffer und eine kleine Prise Zucker oder ein Löffel Honig geben der selbst gemachten Soße den richtigen Kick. Die Einkochzeit beträgt ca. 15 – 20 Minuten. Sobald sie fertig ist, wird sie in Gläser gefüllt und verschlossen wie beim eingekochten Obst. Richtig abgedichtet steht die perfekte Tomatensosse über Nacht auf dem Kopf und findet dann Platz im Vorratsschrank.

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