Tagesgedanken

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28. Februar 2021

Gestern hat mich ein Tweet fürchterlich erschreckt. „Nur noch Tränen. In 24 Stunden der zweite Selbstmord eines Freundes.“ Mir blieb das Blut in den Adern stecken, ein plötzlicher Schmerz durchzog mich. Heute morgen denke ich wieder an die Menschen. An die, die ihr Leben nicht mehr ertragen können und freiwillig gehen. In den Tagesgedanken widme ich ihnen einen Moment. Und es rüttelt mich auf, noch viel mehr an die Lebenden zu denken, sie zu beachten, zu sehen und ihnen zuzuhören.

Eine andere Frau schrieb, dass sie jemanden zum reden braucht. Denn ihr sei die Lebensqualität verloren gegangen, sie fürchte sich nur noch vor dem Tod. Das Leben ist nicht so schwer, als das man nur von Risiken, Krankheit und Tod sprechen könnte. Es gibt unzählige Momente, in denen wir das Leben geniessen oder für einen anderen Menschen verschönern können. Es muss nicht immer nur Freunde oder Familie sein. Gerade die Nachbarn, sind oft die, die einsam leiden. Reichen Sie ein Stück Ihres Kuchens herüber, einfach so. Bei einem Spaziergang, einem Strauss Blumen auf dem Tisch – was auch immer es ist. Solange es ein Lächeln zaubert, ist es gut.

„Das Geheimnis eines glücklichen Lebens ist die Fähigkeit, das Leben so zu nehmen wie es ist.“

Man sollte dem Leben nicht die Leichtigkeit nehmen. Das geschieht immer dann, wenn lange Diskussionen enden. Was auch immer es ist (und nein, ich denke jetzt bewusst nicht an Corona und all die Themen rund herum), manchmal ist es besser, Dinge einfach stehen zu lassen, die Diskussion zu beenden und sich statt dessen eine gute Zeit zu machen. Oft ist es nur ein gegenseitiger Blick, der sagt: Ich bin bei Dir. Ein Lächeln, eine Umarmung – ohne Worte. Aus diesen, oft nur ganz ganz kurzen Momenten entstehen liebevolle Erinnerungen. Sie sind das Reserve-Futter für schlechte Zeiten. Sobald wir sie haben und mit Familie und Freunde teilen, können wir davon zehren.

Nicht daran denken, was sein könnte oder sollte. Das Leben einfach so nehmen, wie es ist. Denn neben den schlechten Tagen gibt es mindestens genauso viele gute. Wir müssen sie sehen, damit wir die schönen Momente – und so auch das Leben – schätzen können.

Tagesgedanken: Die Ode an das Leben

In meinem Wohnzimmer steht ein Bild von mir und meinen zwei Töchtern. Wir drei schauen mit klarem Blick nach vorn, zufälligerweise haben wir alle das gleiche, schmale Lächeln im Gesicht. Es war ein nicht einfacher Tag, mit kleineren Diskussionen. Dennoch habe ich uns für das Foto zusammengeholt. Und so erinnern wir uns auch heute noch an diesen Moment, der jetzt mehr als zehn Jahre zurückliegt. Nicht immer muss alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Was zählt ist, dass man wieder zueinander findet, zusammensteht, Erinnerungen schafft.

Niemand sollte sein Leben verlieren, weil er sich einsam fühlt, unter Druck gesetzt, unverstanden. Niemand sollte Angst vor dem Tod haben, denn er kommt eines Tages von ganz allein. Bis dahin schieben wir die Gedanken beiseite und umarmen einander. Denn es braucht keine Worte, um Zuneigung zu zeigen. Zaubern wir statt dessen ein Lächeln.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen wundervollen, frühlingshaften Sonntag

Ihre Daniela


Meine Tagesgedanken ranken schon wieder um Angela Merkel, um meine Heimat (die DDR) und einer Befürchtung, die sich bewahrheitet hat. Das Reisen nach Deutschland soll stark eingeschränkt werden. Ist die Mitteilung, dass die Mutation von Viren normal ist, auf den langen, bürokratischen Prozessen verloren gegangen?

Eine Politiker Generation läuft Amok

Fehlende Intelligenz kann es nicht sein. Wohl eher der Wunsch nach Macht, unendlicher Aufmerksamkeit und nationaler Dauerpräsenz in der TV-Landschaft. Nicht zuletzt sind die Einkünfte deutscher Politiker nicht zu verachten. Das Volk schmachtet, König Politiker lässt sich feudal chauffieren und kauft umweltbewusst in Prenz´l Berger Boutiquen.

Und jetzt das. Keine Reisen nach Deutschland …

… oh ja. Entschuldigung. In den Tagesgedanken muss es natürlich „stark eingeschränkt“ heissen. Die ganze Welt schaut auf Deutschland. Was die sich trauen! Wieder ein Häkchen hinter einem neuen Weltmeistertitel. Das erste Land, das nach dem Mauerfall wieder eine (Achtung political correcter Ausdruck) Schutzmauer einrichtet. Ja! Deutschland rettet die Welt, von innen, von aussen, oben und unten.

Nun ja. Da ich mich ohnehin in den letzten zwei Jahren mit dem Abschied meiner Heimat beschäftigt habe, erschreckt mich der fallende Vorhang zwar, löst aber keine Tränen mehr aus. So ist das. Verlieren Politiker den Kontakt zum Volk, weint ihnen niemand eine Träne hinterher.

Gute Nacht, Ihre Daniela


Da ist es nun. Weihnachten 2020. Meine Tagesgedanken auf eine andere Art. Denn dieses Weihnachten ist speziell. Nun, das wissen wir bereits. Aber findet man sich tatsächlich in der Situation wieder, fühlt es sich ganz anders an. Intensiver, es geht unter die Haut. Ein im wahrsten Sinne verrücktes Weihnachtsfest. Kein gutes Jahr, um Pläne zu schmieden. Ich hatte einen Flug zu meinen Kindern gebucht. Doch die Pläne für das gemeinsame Fest wurden jäh bereits im Oktober zerstört. Eine Reise, die mir neben den Feierlichkeiten Motivation und Energie spenden sollte. Ebenso die Alternative: Ein Wellness-Hotel, um das hässliche Jahr 2020 abzuwaschen, wurde durchkreuzt.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

Während viele Menschen in diesem Jahr allein am Weihnachtsbaum sitzen, fehlen in anderen Familien plötzlich die Mutter, der Vater oder die Oma. Schmerzliche Verluste.

Tagesgedanken zu einem ganzen Jahr

Doch das Jahr 2020 hat uns einen Spiegel vorgehalten, uns die Sicherheit des Lebens genommen. Plötzlich wird uns klar, dass wir nicht ewig leben und das keine Versicherung das Dasein komplett absichern kann. All die gezogenen Sicherheitsnetze plötzlich weggefegt. Immer dann, wenn der Schmerz am grössten ist, gibt es jedoch Lichtpunkte am Himmel. Hoffnung zeigen sich wie blitzende Streifen am Himmel.

Die emotionale Welt braucht ein neues Standbein, um wieder Halt zu finden.

Der Kern des Lebens kommt wieder zum Vorschein. Inne halten, den Augenblick der Stärke wahrnehmen um gestärkt aus den schwierigen Momenten herauszugehen. Doch dies ist nur möglich, wenn giftige Stimmen beiseite geschoben werden. Nur der Klang der Freiheit bleibt in der Luft und ebnet den Weg zu neuer Kraft. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen besseren Einstieg in das Neue Jahr als das vorherige.

Herzlichst, Ihre Daniela


Emotionale Rede von Angela Merkel? Hab ich etwas verpasst?!

Die Medien schwärmen und staunen von der emotionalen Rede Angela Merkels am 9. Dezember 20202. Emotional? Für mich kein Stück emotional. Es erinnert mich eher an die Zeit und Worte „Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf“ – in den letzten Tagen der DDR von Erich Honecker gesprochen. Es waren seine letzten, verzweifelten Versuche, das Land – die DDR – zu halten, seinen politischen Apparat zu erhalten. Wie wir wissen ist ihm dies nicht gelungen.

In meinen Tagesgedanken klingt Angela Merkel

genauso heute für mich. In Pionierleiter-Manier stampft sie mit der Faust auf den Tisch. Ihre Gesten erinnern an tiefe, tiefe DDR-Zeiten. Ja sogar an meine Grossmutter erinnert mich ihre Körpersprache, ihre Wortwahl. Sie will freundlich bestimmen, sich durchsetzen – komme, was wolle. Emotionalität ist da nicht vorhanden. Nur beharrlich weiter machen im Text, ohne den präzise geraden Weg aus den Augen zu verlieren.

Wenn Menschen die Stimme versagt, die Worte hörbar zitternd gesprochen werden oder selbige vielleicht sogar fehlen würde ich von Emotionalität sprechen. Sie haben gerade nur die DDR 2.0 erlebt. Mehr war es nicht.

Freuen Sie sich auf die nächsten Tagesgedanken von mir! Es wird nicht lange dauern. Reinschauen müssen Sie schon allein. Bis dahin und herzliche Grüsse, Ihre

Daniela Shams


Meine Tagesgedanken schweifen seit einigen Wochen zum Weihnachtsfest. Die Massnahmen verlangen, dass viele Menschen tatsächlich allein zu Hause sein werden. So auch ich. Dank Internet können wir dennoch schöne Stunden miteinander verbringen! Wir haben genug geweint in diesem Jahr. Zum Fest reichen wir uns virtuell die Hand.

Aus einem Tagesgedanken wird ein Online Fest

Ich lade Euch herzlich zum virtuellen Weihnachtsabend ein. Es wird eine kurze Messe geben, wir singen, erzählen Weihnachtsgeschichten oder sagen einfach nur „Frohe Weihnachten.“  Es braucht so wenig, um glücklich zu sein. Schenken wir uns ein gegenseitiges Lächeln.


Tagesgedanken am 26. November 2020

Seit der Präsidentschaftswahl 2020 sind einige Tage vergangen. Und auch wenn Sie wenig von mir in den Tagesgedanken hören, heisst das nicht, dass ich auf dem Sofa liege und schlafe. Keineswegs. Meine Sinne sind immer offen …

… und ich schaue um mich herum. Irrwitzigerweise sind gerade in der Zeit nach den Wahlen des amerikanischen Präsidenten Meldungen aufgetaucht. Urplötzlich und – sollen wir sagen – ganz unverhofft kommen die Meldungen neuer Impfstoffe gegen den Coronavirus. Ach kommen Sie, solche Zufälle gibt es nicht. Und jeder, der zur Generation 35+ gehört, weiss das.

Ich hatte gehofft, es würde noch einige Zeit dauern, bis sich die Impfstoffe auf dem Markt anmelden. Doch das Gegenteil ist der Fall. Und während sich alle anderen das Maul zerfetzen, muss ich mich zurückziehen, um Ruhe zu bewahren. Denn meine eigene Gesundheit steht immer an erster Stelle. Und genauso sollte es Ihnen auch gehen. „You first“ – „Sie zuerst“ – daran ist nichts verwerfliches. Die Jahre, die ich in Afrika gelebt habe, haben mich diese Überlebensregel bereits gelehrt. Und sie funktioniert sehr gut.


Präsidentschaftswahlen in den USA 6. November 2020

Tagesgedanken: Wer ist Donald Trump?

Als Donald Trump vor vier Jahren Präsident der Vereinigten Staaten wurde, hatte ich nur ein wages Bild von ihm. Das, was ich bis dahin von ihm gesehen hatte, gefiel mir gar nicht. Auch seine Körpersprache und Gestik war – und ist mir nach wie vor – suspekt.

Er wirkt in jeder Hinsicht wie eine Person, die genau weiss, was sie will und straight darauf zugeht. Er stützt sich mit seinen gewaltigen Schultern aufs Rednerpult. Allein seine Proportionen sind gewaltig, er weiss das und scheint diese Präsenz auszuspielen. Ein ernstzunehmender Gegner, mit jeder Pore. Mit einem Donald Trump scherzt man nicht – es sei denn, er versucht lustig zu sein. Und zuweilen spielt er solche Posen aus. Aber auch sie stehen ihm nicht.

Die Ernsthaftigkeit ist das authentische Merkmal eines Donald Trump. Er wurde doch belächelt, zeigte jedoch unmissverständlich: Er meint, was er sagt.

Anfänglich ging es um das Establishment, das er als Präsidentschaftskandidat 2016 im Sinn hatte.

Erinnern wir uns an das Statement zu den Vereinten Nationen. Plötzlich hielten alle inne, insbesondere Deutschland, das sich im Zugzwang sag hinsichtlich der festgelegten Mitgliedsbeiträge.

Erinnern wir uns auch an die krachende Bombe, als er beschloss, dass Amerika den „Verein“ Weltgesundheitsorganisation verlassen würde. Niemand glaubte daran, doch es wurde Realität.

Damals wie heute frage ich mich: Was ist so gut an ihm, dass er von der Hälfte des riesigen Landes gewählt wird? Ich würde mir gern persönlich anhören, warum Menschen Donald Trump wählen. Bei meinem Aufenthalt vor vielen Jahren in den USA fiel mir auf, dass die Nachrichtenwelt ganz anders ausschaut als die europäische.

Eines jedoch muss man ihm lassen: Seit vielen Jahren hat es mit dem Präsidenten Trump keinen internationalen Krieg mehr gegeben. Zwischen Flüchtlingswellen und umstrittener Migrationspolitik ein nicht unwesentlicher Faktor.

Screenshot Twitter

Anschlag in Wien – 3. November 2020

Den Islam gibt es seit 1400 Jahren. Ebenso den Koran, indem der Weg gläubiger Moslems geschrieben steht. Man muss ihn nur lesen und zu verstehen. Wenn nur einer von zehn Menschen aus der Reihe tanzt und sich die mittelalterlichen Ankündigungen zu Herzen nimmt, dann ist es einer zu viel.

Europa hatte viel Zeit, sich mit dem Wesen des orientalischen Abendlandes auseinanderzusetzen. Doch die europäische Politik hat in dieser Hinsicht gründlich versagt. Vier Tote sind wieder vier Tote zu viel. 

Auch wenn sie formal ihre Bedeutung haben, Beileidsbekundungen reichen nicht mehr aus. Mit jedem Attentat klingen Worte wie „Nun sind sie halt mal da“ wieder auf, wie ein Echo, das den Bergen entweicht.

Nein, auch die höhere Kriminalität junger Flüchtlinge ist nicht akzeptabel. Nicht einen Millimeter. Hier dürfen keine Unterschiede gemacht werden. Ein Mord ist ein Mord und niemals akzeptabel. 

Es muss jedem klar sein, dass erhöhte Sicherheitsmassnahmen die Lebensqualität beeinflussen. Man heilt einen Baum nicht, indem man die kranken Blätter vom Baum zupft. Die Ursache der Krankheit ist der Beginn einer Heilung.

… übrigens. Auch der Begriff „islamischer Terror“ ist nicht ganz korrekt. Vielmehr ist es ein Glaubenskrieg. Aber wer mag das schon aussprechen wollen? Um Probleme zu lösen, braucht es die klare Benennung dieser.