Vorbild Schweiz | Mit der Neobiota-Strategie Pflanzen die Ambrosia ausrotten?

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Die Ambrosia gilt als invasive Pflanze, ihre Ausrottung ist wichtig für einheimische Flora und Fauna Photo credits: Pixabay

Die Ambrosia ist ein gefährlicher Allergieauslöser. Wie stark das Beifußblättrige Traubenkraut ist, haben wir bereits in unserem Artikel über die Kraft der Ambrosia beschrieben. Von extremer Bedeutung ist, dass Gemeinden in gemeinsamer Kraft, die invasive Pflanze bekämpfen.  

Das Problem ist erkannt und wird aktiv angegangen: Invasive Pflanzenarten müssen koordiniert und großflächig bekämpft werden. Dazu gehört auch die höchst allergene Pflanze Ambrosia. In der Schweiz arbeitet man nun in einem Pilotprojekt bei der Bekämpfung. Die Neobiota-Strategie. Daniel Fischer ist der Leiter der Sektion Biosicherheit beim AWEL (dem Schweizer Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft). Er musste feststellen, dass trotz langjähriger Bemühungen der Kampf gegen die sogenannten invasiven Neophyten dennoch angestiegen ist. Das Pilotprojekt im Reppischtal soll in vier Jahren Ergebnisse bringen, ob und wie invasive Pflanzen wie Ambrosia oder Riesenbärenklau ausgerottet werden können.

Mit dem Pilotprojekt Neobiota-Strategie unerwünschte Pflanzenarten ausrotten

Denn auch in der Schweiz haben sich Pflanzenarten breit gemacht, die nicht heimisch sind und sich extrem verbreiten. In der explosionsartigen Vermehrung ihrer Art werden sie zum Problemfall. Deshalb haben sich verschiedene Kantone in der Schweiz zusammengetan, um gegen diese Pflanzen wie die Ambrosia gemeinsam anzukämpfen. In das jetzige Pilotprojekt sind diverse Akteure zusammengekommen, Gelder wurden bereitgestellt. Priorität Nr. 1: Das Entfernen der Problempflanzen, insbesondere der Versamung. Denn nur dann kann die Verbreitung verhindert werden. Das zweite Ziel ist, herauszufinden, ob bei geringen Unterhaltskosten die Schäden klein gehalten werden können, währenddessen die Bekämpfung der problematischen Pflanzen parallel umgesetzt wird. Es geht vor allem auch darum, herauszufinden, ob ein solches Aktionsmodell auch auf andere Gebiete übertragen werden kann.

Als invasiv werden jene Pflanzen bezeichnet, die nicht heimisch sind und durch ihre extreme Verbreitung die biologische Vielfalt der Natur beeinträchtigen bzw. nachhaltige Leistungen des Ökosystems negativ beeinflussen.

 

Um die Ambrosia auszurotten, wäre eine Zusammenarbeit der Länder wünschenswert

An dieser Stelle wäre eine internationale Zusammenarbeit angebracht, denn Pflanzenarten wie die Ambrosia haben sich nicht nur in der Schweiz und Deutschland vermehrt, sondern auch in anderen Ländern Europas. Ob Aktionstage gegen die Ambrosia in Deutschland tatsächlich wirksam sind, steht offen. Die Schweiz hat die Verbreitung dieser Pflanzen schon vor einigen Jahren erkannt und geht deshalb massiv dagegen an. Dort wurde die Ambrosia fast ausgerottet. Weitere Pflanzenarten wie der Sommerflieder oder die Goldrute stehen nun auf dem Plan der Ausrottung.

In fünf Jahren soll das Pilotprojekt der Neobiota-Strategie genaue Ergebnisse liefern. Dann wird das Gebiet nochmals untersucht. Natürlich hoffen alle Beteiligten, dass sich die Pflanzen nicht wieder verbreitet haben. Denn dann kann die gemeinsame Vorgehensweise auch auf andere Gebiete übertragen werden.

Doch es gilt auch in anderen Ländern nicht, die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten. Wo auch immer die Ambrosia auftaucht, sollte sie direkt entfernt und entsorgt werden! Schreiben Sie uns die Termine Ihrer Gemeinden und Landkreise. Wir veröffentlichen die Daten für Ambrosia-Ausreißtage zwischen April und August! 

Quellen:

https://www.landbote.ch/ueberregional/In-Testgebiet-soll-jede-Problempflanze-dran-glauben/story/17953788

http://zueriost.ch/neue-strategie-im-kampf-gegen-neophyten/833542

https://www.admin.ch/ch/d/gg/pc/documents/2697/Strategie-zu-invasiven-gebietsfremden-Arten_Entwurf-Strategie_de.pdf