Was gehört auf den Kompost?

Richtig kompostieren | So gehts!

Was gehört auf den Kompost?
Erfahren Sie hier, was auf den Kompost gehört und was nicht. Photo Pixabay

Last Updated on 7. November 2020 by Daniela

Wo Nachhaltigkeit beginnt: Was gehört auf den Kompost?

Wer Küchen- und Gartenabfälle clever nutzt, bekommt wertvollem Humus, der zur Bodenverbesserung dient. Hier beginnt Nachhaltigkeit im Garten und Haushalt. Denn viele grüne Abfälle können kompostiert werden. Deshalb beschäftigen wir uns heute mit der Frage: Was gehört auf den Kompost? Denn hier herrschen viele Unsicherheiten. Leider glauben noch immer viele Menschen, dass es sich um einen stickenden Haufen in der Gartenecke handelt. Dem ist ganz und gar nicht so.

Schauen wir doch einmal etwas genauer, welchen Sinn der Kompost macht und welche Funktion er übernimmt. Denn richtig kompostieren ist gar nicht schwer und Sie nutzen die Gemüse- und Gartenabfälle sinnvoll während der gesamten Gartensaison.

Wie funktioniert ein Kompost?

Das Kompostieren wird als Verrottungsprozess bezeichnet. Dabei werden Nährstoffe aus organischem Material wie frischen Küchenabfällen unter Einbeziehung von Sauerstoff und heterothopher Bodenlebewesen abgebaut. Wie einfach und gut dieses Prinzip funktioniert, zeigt der Waldboden. Die jährlich abfallenden Blätter verrotten langsam, das Ergebnis ist ein nährstoffreicher, weicher Boden. 

Bei diesem Prozess der Rotte werden wichtige Mineralstoffe freigesetzt, die als natürlicher Dünger genutzt werden können. Dazu gehören vor allem Phosphate, Nitrate, Magnesium- oder auch Kaliumverbindungen. Nach der Verrottungsphase entsteht der Humus, der all diese wichtigen Nährstoffe enthält und nun als natürlicher Dünger für Blühpflanzen, Obst und Gemüse eingesetzt werden kann.

Kompostiert wird nicht nur im eigenen Garten, auch Stadtverwaltungen nutzen regelmäßig Grünabfälle aus Stadtparks und Anlagen. Fragen Sie bei der Stadtverwaltung, ob Sie Grünabfälle entsorgen und Mutterboden bekommen können. Ideal, um Balkonkästen mit frischer Erde aufzufüllen.

Der grösste Kompost, den wir kennen, ist der Wald

Die abfallenden Blätter verbleiben vom Herbst an auf dem Boden. Im Laufe der Jahre entsteht der typisch weiche Boden mit aromatischem Duft. Hier kompostieren sich Kleinäste, Nadeln und Blätter einfach ideal. Wohl auch deshalb wachsen und gedeihen hier nicht nur die Bäume, sondern auch Pilze und Farne.

Vorteile des Kompostierens

Schnelle Entsorgung

Alle frischen Zutaten, die in der Küche anfallen, können kompostiert werden. Sie müssen weder auf das Abholen noch auf das Entleeren von Tonnen warten. Alle Grün- und auch die Küchenabfälle sind direkt am richtigen Platz.

Kosten sparen

Gartenabfälle werden im Komposter entsorgt. Während Ihr Gartennachbar vielleicht noch teure Säcke zur Entsorgung von Laub und Rasenschnitt kauft, sparen Sie sich als cleverer und umweltfreundlicher Hobbygärtner das Geld und legen es in hübsche Gartendekorationen oder den neuesten Grill an.

Geringer Anschaffungspreis

Einen Komposter aus Holz kaufen Sie schon ab 20 Euro. Diese einfachen Modelle eignen sich gut als Holzkomposter und sind innerhalb weniger Minuten aufgebaut. Komposter aus Metall oder Schnellkomposter werden in verschiedenen Grössen angeboten. Hier entscheidet die Grösse des Gartens über das jeweilige Modell.

Hinweis: Wenn Sie nachhaltig leben wollen, kaufen Sie hochwertige Produkte mit längerer Nutzungsdauer. Das spart Geld und Ressourcen.

Vergleichen Sie einfach den Preis für Entsorgungssäcke mit dem eines Komposters aus Holz, Plastik oder Metall und Sie werden schnell merken, welche Variante günstiger für Sie ist.

Produktempfehlung von Amazon: Der Holzkomposter

Entscheiden Sie sich für Qualität, wenn Sie einen Holzkomposter kaufen möchten. Gutes Holz bietet mehr Stabilität und ist robuster gegen Witterungseinflüssen. Entscheiden Sie sich deshalb für hohe Qualität, wenn Sie einen Komposter kaufen möchten.

Auf Du und Du im Einklang mit der Natur

In der Landwirtschaft wie auch im privaten Garten reduziert die Bodenverdichtung die Qualität des Bodens. Mit dem frischen Humus wird eine Bodenverbesserung erreicht. Somit können sich die Wurzeln besser entwickeln, was zu einem optimalen Wachstum der Pflanzen führt.

Nachhaltigkeit im Garten beginnt bei der Wiederverwendung von Grünabfällen

Insgesamt verbessert sich die Bodenbeschaffenheit und der Anteil der Nährstoffe. Dies führt dazu, dass Sie Kosten für Düngemittel sparen. Im Sinne nachhaltiger Gartenarbeit steht das kompostieren an erster Stelle. Nicht zuletzt wird durch die Wiederverwendung grüner Abfälle der Naturkreislauf geschlossen. Auch das Trinkwasser im Boden wird nicht durch zusätzliche Düngemittel belastet. Vor allem ausgelaugte Böden profitieren von frischem Humus. In Regionen, in denen vorwiegend sandige Böden im Garten zu finden sind, ist frischer Kompost ein Segen. Dank dieser Bodenverbesserung gedeihen Pflanzen weitaus besser.

Was gehört in den Kompost?

Wichtig ist jetzt die Basis: Das WIE Sie den Komposthaufen anlegen. Denn zwischen all den Abfällen aus Garten und Küche muss die Sauerstoffversorgung gewährleistet sein. Dies erreichen Sie am einfachsten, indem Sie als unterste Schichte dünne Zweige aufeinanderlegen. Sobald Sie im Herbst oder Frühling Ihre Bäume beschneiden, werden auch diese Grünabfälle sinnvoll verwendet. Selbst dann, wenn im Sommer grosse Mengen an Rasenschnitt und Pflanzenresten anfallen, unterstützen Sie den Verrottungsprozess, indem Sie dünne Zweige als Schicht auf den Komposthaufen geben.

Drei wichtige Faktoren für den Komposthaufen

  1. … sind Sauerstoff, Feuchtigkeit und Lockerung der Gesamtmenge. Hin und wieder den Kompost zu belüften fördert die Verrottung. Dabei wird vor allem das Risiko zur Fäulnis reduziert. Denn das gebrauchen Sie gar nicht. Schimmelnde Abfälle ergeben keinen guten Humus.
  2. Wärme und Feuchtigkeit sind die Voraussetzung für die Rotte. Sie können diese Wärmeentwicklung fördern, indem Sie einen halbschattigen Standort auswählen. Unter oder in der Nähe eines großen Baumes oder einem Schatten spendenden Platz kann der Verrottungsprozess beginnen.

Was gar nicht auf den Kompost kommt …

3. … sind gekochte Küchenabfälle! Die chemische Struktur ist durch den Kochvorgang zerstört, gekochtes Gemüse ist also aus Gärtnersicht „tot“. Hier entwickeln sich keine Mikroorganismen mehr. Im Gegenteil. Der Geruch gekochter Lebensmitteln zieht Kleintiere an. Auch Fleisch, Knochen oder Fisch gehören in die Abfalltonne. Mit solchen Komponenten entwickelt sich ein unangenehmer Geruch. Zusätzlich kann es passieren, dass Sie Ratten oder Mäuse anziehen. Auch Marder oder Füchse fühlen sich eingeladen und sehen den Komposthaufen als Nahrungsquelle an. Deshalb:

Niemals gekochte Lebensmittel auf den Kompost! Nudeln oder gekochte Kartoffeln ziehen Ratten und andere Tiere an.


Richtig kompostieren | Was gehört auf den Kompost?

Umweltfreundlich und nachhaltig: Frischer Kompost direkt vom Kompost | Photo credits: Pixabay.com Lizenz CC0 Public Domain

Frischer Humus vom Kompost, Holzkomposter kaufen

Sobald Sie Ihren Komposthaufen anlegen, sollten Sie alle möglichen Zutaten kennen, die zur Verrottung gegeben werden können. Grundsätzlich sollten Küchen- und Gartenabfälle in der richtigen Mischung zueinander stehen. Das bedeutet, dass alle ungekochten Abfälle wie Kartoffelschalen, Apfelkern, Teebeutel (ohne Metallklammer) und auch Kaffee auf den Kompost kommen.

Sobald Sie Salat oder Gemüse zubereiten, können Sie all diese Küchenabfälle kompostieren. Nutzen Sie eine Schüssel, die am Ende des Tages zum Kompost gebracht wird. Wenn Sie statt dessen einen Mülleimer verwenden, sollten Sie bedenken, dass Küchenabfälle spätestens nach zwei Tagen zum Komposthaufen kommen, ansonsten schimmeln die angesammelten Gemüsereste schnell.

Das kommt auf den Komposthaufen

Für den Naturdünger sind unterschiedliche Materialien wichtig. Dazu gehören vertrocknete Blumen, abgeschnittene Pflanzenreste, das Schnittgut von der Hecke und selbst Unkraut. Rasenschnitt auf den Kompost? Ja, wenn er nicht in zu dicken Schichten aufgelegt wird! Geschnittenes Gras schimmelt leicht, deshalb sollten Sie das Schnittgut in dünnen Schichten auflegen. Auch das Herbstlaub dient der Rotte. Das mühevolle Entsorgen in Abfalltüten inklusive der Kosten entfällt.

Was gehört auf den Kompost? Gartenabfälle!

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Je nach der Menge von Grünabfällen, die im Garten anfallen, kann es notwendig werden, dass Sie sich einen zweiten Holzkomposter oder einen größeren Komposter aus Metall anschaffen. Dennoch sollte sich im Laufe der Zeit eine hohe Menge von Grünabfall ansammeln. Denn hier im Inneren befindet sich das Zentrum der Verrottung. Hier entwickeln sich Mikroorganismen, arbeiten Regenwürmer an der Verrottung der Abfälle. In den Sommermonaten entstehen durch die entstehende Wärme bis zu 70 °C im Inneren. Somit werden schädliche Bakterien abgetötet, ein wichtiger Faktor, der erklärt, warum sich der entstehende Humus zu exzellentem Dünger entwickelt.

Auch bereits getrocknetes Gras oder Stroh können Sie beimischen. Diese Materialien reduzieren die Hitze im Komposthaufen und sind ideal, wenn sie im Sommer hinzugegeben werden. Aus gleichem Grund ruht die Rotte während des Winters. Die kalten Temperaturen stoppen den Verrottungsprozess. Für die Vorbereitung des Gemüsebeets wird deshalb im Herbst frischer Humus in die Erde eingearbeitet. Die Nährstoffe verteilen sich und der Boden steht zur neuen Gartensaison wieder mit neuer Kraft zur Verfügung.

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