Chili anbauen | Den Genuss der Schärfe genießen

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Chili anbauen beginnt mit der Aussaat im Februar! Foto: Pixabay.com

Chili anbauen ist nun wirklich nicht schwer. Wichtig ist ein warmer, sonniger Standort. Denn ursprünglich stammen Chilis ja aus den wärmeren Regionen der Welt. Also: Sonne, Sonne, Sonne! Das gilt sowohl für das Gemüsebeet als auch für den Balkon. Denn ähnlich wie Tomatenpflanzen können Sie auch Chilis auf dem Balkon pflegen. Mit der Wärme ist auch der Lichteinfluss wichtig, denn die kleinen Scharfmacher benötigen gerne ein Mindestmaß von zehn Stunden Licht! Letztendlich ist die Schärfe ja der wichtigste Faktor dieser Frucht, diesem Anspruch sollte also für ein wirklich scharf schmeckendes Gericht entsprochen werden. Sobald sie reif sind, können Sie Ihre Chilis trocknen.

Die Aussaat von Chili schon im Februar!

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Was Chili und Auberginen angeht, können Hobbygärtner es nach der Winterpause kaum erwarten. Das Saatgut wird sortiert, die Anzuchtschalen stehen bereit, doch leider ist es noch zu kalt. Auch das Tageslicht reicht noch nicht aus, um kleine Pflanzen heranzuziehen. Doch wie immer im Leben gibt es einige Ausnahmen: Die Aubergine zum Beispiel oder die Chili. Diese Pflanzen können bereits ab Februar ausgesät werden. Etwas schwieriger könnte es werden, eine konstante Temperatur von wenigstens20 °C herzustellen. Ideal sind jedoch 25 bis fast 30 °C. Eine geeignete Fensterbank mit leichter aufsteigender Wärme wäre jetzt ideal.

Chili anbauen | Haben Sie genug Geduld auf der Fensterbank?

Es werden ca. 8 bis 20 Tage vergehen, bis die Chilisamen keimen. Ein wenig Geduld benötigen sie also schön. Während dieser Zeit muss die Anzuchterde feucht, jedoch nicht nass gehalten werden. Hier eignet sich am besten eine Sprühflasche, das Besprühen der Erde ist ideal, um die richtige Feuchtigkeitsbalance zu halten. Förderlich ist die Abdeckung der Anzuchtschalen. Nach ca. vier Wochen haben die kleinen Pflänzchen mindestens zwei Blattpaare entwickelt. Sobald Sie diese mit zwei Fingern in die Hand nehmen können ohne die Pflanzen zu beschädigen, ist der Zeitpunkt des Vereinzeln, oder auch Pikieren genannt, gekommen. Noch besser ist es, wenn Sie eine verschließbare Anzuchtschale verwenden. Unter dem fast geschlossenen Dach entwickelt sich ein wunderbares, feuchtwarmes Klima, das die heranwachsenden Chilis erfreut.

Schwierige Bodenbedingungen mit einem einfachen Trick optimieren

Einen weiteren Vorteil erhalten die jungen Chili Pflanzen, wenn sie in Pflanztöpfe aus Kokosfaser gesetzt werden. Die Kokosfaser hält die Wärme, aber auch die Feuchtigkeit. Ideale Wachstumsbedingungen für die Wärme liebenden Chili Habanero, Cayenne oder Jalapenas. Später können sie dann direkt in den Gartenboden umgepflanzt werden. Der Pflanztopf aus Kokosfaser umgibt die Wurzeln wie ein Schutz vor Schädlingen und lässt dennoch ausreichend Wasser hindurch. Mit der Zeit verrottet der Topf bzw. kann auf dem Kompost abgelegt werden. Diese Pflanztöpfchen aus Kokos können Sie bequem bei Amazon kaufen. Es wird mehrere Anbieter geben, die die verrottbaren Pflanztöpfe im Angebot haben. 

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Je nach Zustand des Topfes ist natürlich auch eine weitere Verwendung für die nächsten kleinen Gemüsepflanzen möglich. Entscheidend ist immer der Zustand des Gartenbodens. In Regionen mit lehmhaltiger Erde kann ein Kokosfasertopf die rettende Lösung für Gemüsepflanzen sein. Denn die schwere Erde kann zuweilen die Wurzeln der Pflanzen erdrücken. Das Resultat sind kränkelnde Pflanzen oder eine geringe Ernte. Kann sich die Wurzel jedoch in ihrem Wuchs ausbreiten und ausreichend Nährstoffe aufnehmen, entwickelt sich auch die Pflanze wunderbar. Wenn Sie fleißig waren, haben Sie guten Kompost während der letzten Gartensaison angelegt und können den Boden vor dem Einpflanzen optimieren. Und natürlich liebt auch die Chilipflanze, wenn ihr ausreichend Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden.

Chili pflanzen | Im Garten oder auf dem Balkon, alles ist möglich

Wenn im Mai wirklich kein Frost mehr zu erwarten ist, können die gestärkten Jungpflanzen nun endlich in den Garten. Geben Sie Ihr einen sonnigen Standort. Dort, wo andere Pflanzen unter der Hitze ächzen, freut sich die Chili Pflanze. Genauso lieben Chilis gute und viele Nährstoffe. Geben Sie also Ihren Kompost bzw. Humus in das Pflanzloch, bevor Sie die Jungpflanze einsetzen. Sofern vorhanden, eignet sich auch Pferdemist, dieser sollte jedoch einige Wochen vor dem Umpflanzen in den Boden eingearbeitet werden. Sofern Sie Ihre Chilipflanzen auf dem Balkon ziehen, geben Sie wirklich gute Erde in den Pflanztopf. Es wäre verheerend, wenn Sie hier an der falschen Stelle sparen und billige Erde verwenden, die schnell austrocknet. Gleichzeitig ist ein Terrakottatopf vorteilhafter für das Verhältnis von Wärme und Feuchtigkeit. Überschüssige Flüssigkeit wird vom Terrakotta aufgenommen und dann abgegeben, wenn die Erde zu trocken ist. Terrakotta hat ebenfalls die Eigenschaft, die Wärme zu speichern, was gerade beim Anbau von Chili entscheidend ist. Selbst dann, wenn die Sonne bereits untergegangen ist, genießen die Pflanzen die Wärme, die das Terrakotta abgibt.

Jetzt brauchen Sie nur noch ausreichend zu gießen oder auf weichen Regen warten.

Tipp: Gießen Sie mit Regenwasser! Gemüse, aber auch Beeren und Blumen gedeihen besser mit dem weichen Regenwasser. Zusätzlich sparen Sie sich die Kosten für das Wassergeld.

Rückenschmerzen und Sie wünschen sich dennoch eigene Chilipflanzen?

Schluss mit den Ausreden! Natürlich können Sie auch in der Mitte des Lebens etwas im Garten tun. Rufen Sie Freunde zusammen und bauen Sie gemeinsam ein Hochbeet. Die Größe dieses Hochbeets entspricht Ihren Möglichkeiten:

  • wie viel Zeit haben Sie zum Gärtnern?
  • Möchten Sie viele Pflanzen oder nur einige?
Rückenschmerzen? Hochbeet als Alternative
Lifestyle4unique, mit Hochbeet immer eine frische Ernte. Chili anbauen, Salate, Erdbeeren … was immer Sie wollen
Foto: Pixabay.com

Mit 40+ zu alt zum Gärtnern? Keineswegs! Der Tipp für Sie oder Ihre Eltern

Planen Sie entsprechend dem Platzangebot ein schmales oder breites Hochbeet. Es reichen ein paar robuste Holzbohlen. Auch Europaletten sind sehr beliebt, um ein Hochbeet zu bauen. Der untere Teil wird mit Ästen und Zweigen ausgelegt. Das sorgt für Sauerstoff und eine Art Drainage. Danach das Hochbeet mit einer Schicht Blätter und dann Erde auffüllen. Bei einer Höhe von 80 cm brauchen Sie sich im Grunde genommen gar nicht mehr bücken und können Chili und Erdbeeren im Vorbeigehen pflücken.

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