13. August 2022 Ihr Lifestyle Magazin | Unabhängig, ehrlich, immer online
sprachwissenschaftler gegen gendern

Auch wissenschaftlich ist Gendern Käse

Man möchte beinahe seufzen vor Erleichterung hinsichtlich der Schlagzeilen zum Gendern. Denn Sprachwissenschaftler Selbst der redaktionelle Computer kennt das Wort nicht und verbessert es ständig in „ändern“. Gleichzeitig möchte man den Sprachwissenschaftlern fast danken, wenn da nicht dieser bittere Geschmack wäre. Denn auf das Volk, auf die Menschen hören weder Politik noch der ÖRR. Doch das sollten sie, denn beide arbeiten im Auftrag für die Menschen. Und nicht etwa im Sinne einer Ideologie, die den Zwang zu :innen *innen erzeugt. Im Sinne des „Fortschritts“, der in diesem Falle keiner ist.

Der ÖRR mit mittelalterlichen Methoden: Steter Tropfen höhlt den Stein

Was das Volk im Grunde genommen von Tag eins weiss: Gendersprache ist unsinnig und zeigt die falschen Signale. Dass der Öffentlich Rechtliche Rundfunk sich der Vergewaltigung der Sprache annimmt (denn so empfinden es sehr viele Menschen) ist tragisch. Denn steter Tropfen höhlt den Stein. Ganz nach dem Motto „Wenn wir es lange und oft genug wiederholen, werden sich die Menschen daran gewöhnen.“ Nun treten auch Sprachwissenschaftler mit dem Fuss auf, mit einer klaren Ansage.

Der unerwünschte Gender Unsinn wird nicht die Lösung herbeiführen

Das L4U Magazin steht mit jedem Artikel für einen kurzen Slogan. „Mensch sein“. Vor jeder Ideologie und vor politischen Richtungen jenseits von rechts und links. Zwei simple Worte, die im Kern bereits Respekt vor dem anderen ausdrücken. Unabhängig ob schwarz oder weiss, ob Mann oder Frau – Mensch sein bedeutet von A bis Z in erster Linie bedingungslosen Respekt zum anderen, und es ist völlig egal ob er in Alaska oder in Russland sitzt.

Für mich als Mensch und als Herausgeberin des Lifestyle Magazin L4U ist dieser Grundsatz wichtig. Denn gerade der Journalismus greift zuweilen polarisierende Themen auf, in denen die Achtung des Menschen wichtig ist. Beobachten statt Bewertung. Und deshalb ist jede Recherche vom neutralen Gedanken „Mensch sein“ und nicht von :innen geprägt.

Grammatikalisch ist die sogenannte gendergerechte Sprache eine Katastrophe. Nicht nur das kaum zu lesende und auszusprechende :innen, sondern vor allem auch die ständige Wiederholung von „Urlauberinnen und Urlaubern“, „Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmern“, von „Ärztinnen und Ärzten“, „Genossinnen und Genossen“. Ich verzichte gern auf diesen Unsinn, der die im Grunde sehr schöne deutsche Sprache abgrundtief verunglimpft. Sprachwissenschaftler werden nicht müde aufzuzeigen, dass das generische Maskulinum (Beispiel „Lehrer“, „Kritiker“ keine Erfindung der Neuzeit ist und keineswegs mit der Verdrängung der Frau in Zusammenhang steht. Bleiben wir also bei den Regeln der deutschen Grammatik und begegnen anderen statt dessen achtsam.

Sprache kennt keine Gerechtigkeit – Sprache verbindet

Zumindest sollte sie das tun. Was derzeitig jedoch geschieht, ist die Trennung der Gesellschaft. Es sind keine Ärzte mehr, sondern Ärztinnen und Ärzte. Keine Schüler, sondern Schülerinnen und Schüler. Fein säuberlich getrennt, jeder in seine eigene Box. Statt einem „Wir sind ein Volk“ werden kleine Völkchen aus dem Hut gezaubert. Doch ist dieses Separieren förderlich für eine Gesellschaft? Erreicht die „gendergerechte“ Sprache mehr Respekt oder mehr symbolischen Fingerzeig? Unwillkürlich kommt einem dabei das Sprichwort „Teile und herrsche“ ein. Was für ein simpler Schachzug, um ein Volk erneut in kleine Grüppchen zu teilen.

Die Wurzel des Übels: Gendergerechte Sprache verhindert menschliche Nähe

Statt miteinander zu reden, trennen wir einfach, setzen ein symbolisches Ausrufezeichen, das die Anrede markieren soll und fordern dank Selbstbestimmungsgesetz auch selbiges ein. Wehe nicht, denn das ist schliesslich „mein Recht“. Alles, was mit „Recht des Menschen“ zu tun hat, trennt die Gemeinschaft und hinterlässt sie im Gewusel des Rechtsstaates bei Gesetzen und Anwälten. Und wie so oft trottet ein grosser Teil des Volkes der Unsitte gedankenlos hinterher, nicht ahnend, wessen Spielball sie gerade bedienen. Vermutlich werden es selbige sein, die später sagen werden „Früher gab es noch eine Gemeinschaft, heute sind wir alle allein.“

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Haben es Frauen im Jahr 2022 tatsächlich nötig, dass sie über die Sprache betont werden? Warum nicht aufbegehren dort, wo es nötig ist? Warum nicht mutig sein und den Mund aufmachen? Warum nicht mehr Weiblichkeit zeigen? Erinnern wir uns; zu einem Konflikt gehören immer zwei Parteien. Die Fingerzeig-Mentalität auf den vermeintlich Schuldigen gehört in das Kindergartenniveau, denn im Alter von vier oder fünf wissen es die lieben Kleinen tatsächlich noch nicht anders. Und das ist in Ordnung.

In der Intension der Worte liegt der Respekt …

… und nicht etwa bei :innen. Unsere Gesellschaft kränkelt. Wir reden nicht mehr miteinander, vor fordern vom anderen ein. Und tatsächlich glauben einige wenige, dass es respektlos sei, weiterhin von Freunden, Mitschülern oder Arbeitskollegen zu sprechen. Allen voran der ÖRR, doch gerade die Medienwelt sollte wissen, dass in der Intension eines Wortes der Respekt liegt. Mit welchem Gefühl wir vom anderen sprechen. Dabei verfügt Sprache über so viele wundervolle Möglichkeiten, sich respektvoll, klar und verständlich auszudrücken. Doch in einer Welt, in der Emotionen immer weiter in den Hintergrund rücken, ist es fatal auf Gefühle zu achten. In einer Welt, die „Sexistisch!“ schreit, sobald ein Mann einer Frau die Tür aufhält.

Ein abschliessendes Statement zur „gendergerechten“ Sprache

Sprachwissenschaftler gegen gendern

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Das L4U Magazin spricht weiterhin gern von all seinen Lesern in klassischer Grammatik. Wir gendern nicht. Wir respektieren. Weil Sprache kein ideologisches Tool ist, sondern Mittel zum Ausdruck. Nein, wir sind weder frauenfeindlich, noch unmodern oder verweigern den Fortschritt. Es reicht aus, einfach Mensch zu sein. Amüsanterweise passt hier kein :innen, und das ist einfach wunderbar.

Den Aufruf der Sprachwissenschaftler sowie der Unterzeichner können Sie in diesem Artikel nachlesen.

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