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10 antworten zum kartoffelanbau

10 Antworten, die Sie zum Kartoffelanbau noch nicht kennen!

Hobbygärtner und Selbstversorger arbeiten fleissig in den Gemüsebeeten. Wer zum ersten Mal Kartoffeln anbauen möchte, findet im Beitrag 10 Antworten zum Kartoffelanbau wichtige Informationen wie Sie zu einer reichen Ernte kommen. Probieren Sie sich aus, machen Sie aus dem Gemüsebau keine Wissenschaft, sondern folgen Sie einfachen, bewährten Regeln. Sollten Sie dennoch Fragen haben, schreiben Sie uns einfach! Wir beantworten gern Ihre Fragen.

1. Wie gross muss der Abstand zwischen Kartoffeln und Tomaten sein?

Eine alte Gärtnerregal besagt: Am besten so weit wie möglich. Kartoffeln und Tomaten sollten also nicht nebeneinander gepflanzt werden. Der Grund ist einfach erklärt. Beide Gemüsearten sind Nachtschattengewächse und reagieren ähnlich auf Krankheiten und Pflanzenfeinde. Dazu gehört in erster Linie die Kraut- und Knollenfäule. Beides gefürchtete Krankheiten, die die gesamte Ernte zerstören können.

Ausgelöst durch einen Pilz, den Phytophthora, werden die Sporen über Luft oder Regenwasser von einer zur anderen Gemüseart übertragen. Sowohl Kartoffelpflanzen als auch Tomaten reagieren mit braunen Flecken, Kartoffelpflanzen hängen plötzlich krank herunter und sind meist nicht mehr zu retten. Tomaten reagieren empfindlicher auf Feuchtigkeit als Kartoffeln. Wegen der schnellen Übertragung der Bräunfäule sollen Tomaten und Kartoffeln nicht nebeneinander angepflanzt werden.

10 Antworten, die Sie zum Kartoffelanbau noch nicht kennen!

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2. Was kann man zwischen Kartoffeln pflanzen?

Eigentlich nichts. Denn Kartoffeln sind Starkzehrer und benötigen viel Nährstoffe aus dem Boden und Platz. Sowohl unter dem Boden als das Blattlaub selbst. Hinzu kommt, dass Kartoffeln nach einigen Wochen angehäufelt werden. Dieser Umstand ist ungünstig für andere Pflanzen. Da das Anhäufeln nach kurzer Zeit vielleicht noch einmal wiederholt wird, spricht auch das gegen eine weitere Aussaat. Last but not least brauchen Kartoffelpflanzen später viel Platz und Licht. Anderes Gemüse hätte gar nicht die Möglichkeit, sich hier zu entfalten.

3. Wann werden Kartoffeln gesetzt?

Der richtige Termin zum Setzen der Kartoffeln ist etwas schwierig. Denn es kommt auf die Kartoffelsorte an und das Wetter. Frühkartoffeln können schon Ende März in die Erde, das sind jedoch wenige Sorten. Die meisten Kartoffelarten werden zwischen Mitte und Ende April in den Boden gesetzt. Wichtig ist, dass der Boden frostfrei ist und die Temperaturen nicht unter 6° C liegen (auch nicht während der Nacht). Wer seine Kartoffeln lagern möchte, setzt zum einen auf eine gute Lagerfähigkeit und wartet bis Mitte Mai um die vorgekeimten Kartoffeln in den Boden zu legen. Bester Zeitraum um Kartoffeln zu pflanzen ist demnach zwischen Mitte April und Ende Mai.

4. Welchen Boden brauchen Kartoffeln?

Als Starkzehrer brauchen Kartoffeln viele Nähstoffe und einen lockeren Boden. In harter Erde können sich die Kartoffeln nur schwer entwickeln. Deshalb ist es wichtig, den Boden entweder im Herbst oder im Frühjahr nach dem Frost mit reichhaltigem Humus anzureichern. Wer die Möglichkeit hat, vom Bauern Mist zu bekommen, arbeitet diesen im Herbst ein. Humus ist der beste Dünger für Kartoffeln. Zum einen, weil er den Boden verbessert und langfristig Nährstoffe an die Wurzeln abgibt. Das Ziel ist, den Boden locker und weich zu machen, gleichzeitig bietet Kompost alle notwendigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum der Kartoffeln.

5. Welchen Standort um Kartoffeln zu pflanzen?

Kartoffeln mögen es warm und sonnig, ähnlich wie Tomaten. Insbesondere die Nachmittagssonne ist idea, hier fühlen sich die Kartoffelpflanzen wohl. In Verbindung mit einem leichten, durchlässigen Boden und einem vollsonnigen Standort können Sie eine reiche Kartoffelernte erzielen.

6. Wie giesse ich Kartoffelpflanzen richtig?

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen. Das bedeutet, sie wachsen in der Nacht. Aus diesem Grunde ist es ratsam, die Pflanzen am frühen Abend einmal kräftig zu giessen. Die Erde sollte feucht, aber keineswegs nass sein. Viele Hobbygärtner übertreiben es mit dem giessen, was dazu führt, dass die Kartoffeln später wässrig sind oder sich Knollenfäule entwickelt. Kartoffeln vertragen durchaus ein, zwei oder auch drei Tage Trockenheit. Zur Erinnerung: Je besser der Boden ist, umso weniger muss gegossen werden! Guter Kompost speichert über mehrere Tage Feuchtigkeit. Man kann das Giessen auch dem Wetter überlassen, sollte sich Regen ankündigen. Deshalb ist immer ein Blick auf die Wettervorhersage wichtig. Nicht zuletzt zeigt auch das Blattlaub an, ob die Pflanzen durstig sind oder nicht.

7. Werden Kartoffeln nach dem Legen gegossen?

Ja, auf jeden Fall. Wie alle Pflanzen braucht die Knolle jetzt Kraft und Nährstoffe. Aufgrund der Feuchtigkeit entwickeln sich die vorgekeimten Kartoffeln schnell und wachsen zu stattlichen Pflanzen heran. Alternativ kann das Giessen auch vor dem Legen der Kartoffeln erledigt werden. So kann man gut erkennen, wieviel Wasser der Boden benötigt. Nach langen Trockenphasen wird viel Wasser vor dem Einlegen der Kartoffeln gebraucht. Sie sollten jedoch immer bedenken, dass der Boden keineswegs nass sein darf.

8. Kann man Kartoffeln im Mörtekübel oder Eimer pflanzen?

Unbedingt! Selbst ein 5-Liter Pflanztopf reicht für einige Pflanzkartoffeln aus. Die Ernte ist dann natürlich entsprechend klein, aber so können selbst auf dem Balkon einige Kartoffeln geerntet werden. Es ist eine Freude dabei zuzusehen wie sich die Pflanzen entwickeln. Entscheidend ist als Basis immer ein guter Mutterboden. Die Kartoffeln werden schichtweise und nach und nach in den Mörtelkübel gelegt. Sobald die Pflanzen ca. 20 cm erreicht haben, werden weitere Kartoffeln in den Boden gelegt und Erde aufgeschichtet. So erzielt man das Anhäufeln, das normalerweise im Gemüsebeet geschieht.

9. Wie bringe ich Kartoffeln zum keimen?

Nichts ist leichter als das. Zum Keimen brauchen Kartoffeln Licht und Zeit. Wer schon einmal Kartoffeln in der Küche vergessen hat, konnte die Keime bereits beobachten. Zusätzlich sind Temperaturen zwischen 15 und 20° C ideal zum keimen. Probiere es einfach vorher einmal an unterschiedlichen Orten in der Küche aus und beobachte, wie lange die Kartoffeln zum keimen benötigen. Sobald die Keime eine Grösse von wenigstens zwei Zentimeter haben, können sie in die Erde. Auch stark gereimte Kartoffeln können in einen Blumentopf, Kübel oder ins Gemüsebeet gelegt werden. In diesem Falle die Kartoffeln durchschneiden und in den Boden legen.

Kartoffeln keimen und ernten

10. Wie lange kann man Kartoffeln vor der Ernte im Boden lassen?

Eine gute Frage. Theoretisch ist der Boden für einige Tage ein idealer Ort, um Kartoffeln zu lagern. Das spart Lagerplatz. Doch Vorsicht! Die Kartoffeln dürfen nicht nass werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sie im Boden verfaulen. Auch Würmer oder Raupen machen sich gern über die Erdäpfel her. Bei der Ernte ist also Fingerspitzengefühl gefragt. Mit einer Grabegabel einen Test machen, ob die Kartoffeln reif sind, dann können sie aus dem Boden gehoben werden. Gelagert werden Kartoffeln dunkel und kühl.

10. Plus: Wo kaufe ich Pflanzkartoffeln?

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