Lockdown und Europa | Zwei, die wohl immer Freunde bleiben

Im Grunde können Sie gerne unter sich bleiben

Lockdown, Europa, Lifestyle Magazin, Generation 35
Photo by Elena Mozhvilo on Unsplash

Was sich derzeitig in Europa abspielt, könnte als das hier Theater des Jahrhunderts beschrieben werden. Seit knapp einem Jahr noch die Themen Lockdown und Corona. Und als hätte man es nicht schon geahnt, bringen die Nachrichten angsteinflössende Zahlen der Corona-Toten. Doch jetzt die Wende! Endlich ist sie da, die heilbringende Impfung, jetzt wird alles wieder gut.

Tatsächlich? Ist das so?

Gezwungenermassen muss sich auch das Lifestyle Magazin mit der Thematik Lockdown während Corona auseinandersetzen. Auch wenn es mehr Frust an den Tag legt, überdimensional viel Recherche Arbeit und kaum Einnahmen einbringt. Und doch: Es waren heute zwei Bilder, die mich inspirierten. Mein heutiger Tweet zeigt den Kunstkalender vom Kunstmuseum in St. Gallen für das Jahr 2021. Dieser freundlich gemeinter Tipp bekam einen Retweet, wie als Antwort mit dem Hashtag #Lockdown.

Sie meinte es sicherlich nicht böse, dennoch verstand ich den Tweet als lautes Signal. Wenn die Idee für einen Wochenendtrip mit der Antwort Lockdown endet, dann ist es Zeit aufzurütteln. Das zweite, was mir im einseitigen Social-Network Twitter auffiel, waren die vielen, ach so gut gelaunten Tweets über die nächste Zulassung des moderner Impfstoff.

Juhu! Wir tanzen im Kreis! Lockdown Ende in Sicht – Die nächste Zulassung kommt

(Erinnern wir uns: Moderna ist das US amerikanische Unternehmen, dass seit 2010 an mRN-Therapien und Medikamenten forscht. Es ist das gleiche Unternehmen, dass fünf Jahre später durch private Investoren 450 Mio. $ erhielt und sich ein Jahr später über einen Check in Höhe von 20 Mio. $ von der Gates Foundation freuen durfte. Bis dato hatte Moderna noch nicht ein Medikament hergestellt, und ging erst Ende 2018 als Biotech Start-Up an die Börse.)

Worüber man im Lockdown nicht gern spricht

Interessant ist auch der zeitliche Zusammenhang. Denn im Jahr 2015 erklärt einer der grossen Förderer Modernas, dass die schlimmste Katastrophe, die die Menschheit treffen könnte, nicht etwa ein Atomkrieg, sondern ein Virus sei. Das folgende Video zeigt diese Rede und beginnt genau mit diesem Satz. Ebenso zufällig investiert diese Person im gleichen Zeitraum Millionen in ein bis dahin kleines Unternehmen, dass mRNA-Therapien und Impfstoffe entwickelt.

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Zu einem Zeitpunkt, an dem die sich Verschwörungstheorien breitmachen, steht jedoch im Jahr 2019 medienwirksam auf der Förderliste der Gates-Foundation für die ModernaTX, Inc. nur noch der schmale Betrag von 1 Mio. $. Wer nicht tief danach sucht, wird die vorher investierten Millionen gar nicht finden. Nebenbei sei erwähnt, dass ebenso CureVac vor 2019 mit 52 Mio. $ von der Gates-Foundation unterstützt wurde.

Im Lockdown ist alles möglich: Die Aktie klettert, Gewinnmargen steigen

Selbiger Redner des Videos sagte in einem amerikanischen TV-Interview, dass die Gewinnspanne zwischen Investition und Gewinn eines Impfstoffes 1:20 beträgt. Was für ein glücklicher Zufall für die Investoren von vor vier Jahren, dass sie schon heute mit einem Impfstoff belohnt werden, der dank einer Notzulassung sofort auf den Markt gehen kann. Mindestens genauso interessant ist die Tatsache, dass es sich bei dem Börsengang Ende 2018 um einen der grössten innerhalb der Biotech Branche handelte. Zufälle gibts …

Doch wieviel Kranke und Tote verzeichnen wir jetzt im Lockdown?

Um ein Gesamtbild zu bekommen, ist zuweilen ein erweiterter Blick nach links, rechts, oben, unten empfehlenswert. Bei der Recherche treffe ich auf folgende Zahl aus dem Jahr 2018. „30.000 Tote jedes Jahr an Lungenentzündung!“ Donnerwetter. Im Jahr 2020 gab es nach Angaben von Google (das wiederum seine Informationen von staatlichen Institutionen erhält) etwas mehr als 36.000 Corona Tote in Deutschland.

Deutschland im Lockdown
Screenshot Google

Eine weitere Grafik wirft neue Fragen auf. Wie sind jährlich fast 20.000 tödliche Atemwegserkrankungen seit 1998 möglich, ohne dass es zu einer spürbaren Aufmerksamkeit kommt? Die Statistik ist auch für zwei weitere Punkte interessiert.

Todesfälle Atemwegserkrankungen, Lockdown ohne Lösung?, Lungenentzündungen Statistik
Screenshot Statista

2010 trennt sich die bisher fast gleichförmige Entwicklung in zwei Richtungen. Seither nehmen sonstige Lungenkrankheiten mit tödlichem Ausgang ruckartig zu. Leider wurde versäumt (oder der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt), um welchen unheilvollen es sich dabei handelt. Aber vielleicht gibt dieser Textauszug einige Hinweise.

„Die Identifizierung von SARS-CoV und die Isolierung von 2 neuen HCoVs beim Menschen (HCoV-NL63 und HCoV-HKU1) (5,6) haben zu mehreren Studien über die Epidemiologie und die klinischen und sozioökonomischen Auswirkungen von HCoV-Infektionen geführt, die durch die Verfügbarkeit moderner molekularbiologischer Methoden, die eine direkte Virusidentifizierung in Atemwegssekreten ermöglichen, erheblich erleichtert wurden.

Das Interesse wurde durch den Nachweis gestärkt, dass SARS als zoonotische Infektion angesehen werden könnte, da nach der Beschreibung der Krankheit und der Identifizierung des Erregers bei Patienten in der Volksrepublik China SARS-CoV-ähnliche Viren aus Käfigtieren isoliert wurden, darunter Palmzibet und Waschbärhunde auf Wildtiermärkten in derselben chinesischen Provinz. Dieser Befund und die anschliessende unabhängige Entdeckung von SARS-CoV-ähnlichen Viren in Hufeisenfledermäusen deuteten darauf hin, dass Wildtiere das Reservoir dieser Viren sein könnten und dass sie in einer geeigneten Umgebung den Menschen infizieren und Epidemien verursachen könnten.

Neue Daten zu alten und neuen HCoVs werfen die Frage auf, ob HCoVs bei Kindern möglicherweise von grösserer klinischer Bedeutung sind als bisher angenommen, was auf die Notwendigkeit einer systematischen Bewertung ihrer Verbreitung und der Verfügbarkeit von Präventions- und Therapiemassnahmen hinweist.“

Nicht Neues! – denken Sie jetzt? Ein zweiter Blick geht in die Tiefe

Da es sich bei diesem Beitrag um einen Artikel aus dem Jahr 2010 handelt, wirft er doch ein anderes Licht auf die uns so bekannte Perspektive. Denn mit diesen Aussagen wird klar, dass sich Coronaviren längst weltweit verbreiten. Mit oder ohne Lockdown. Im gleichen Zeitraum 2009/2010 hatten wir die Schweinegrippe. Werden auch diese Symptome einfach zur Lungenentzündung gelegt, damit alles Bild passt? Denn gegenwärtig, und das im Verlauf des letzten Jahres sehr gut zu erkennen, fährt man auf der Schiene: „Was nicht sein kann, das nicht sein darf.“ Irrtümlicherweise mischt sich die Politik hier in die Medizin.

Der Lockdown ist nicht die Lösung – Nur das Symptom eines erkrankten Systems

Im März letzten Jahres wurden noch all jene, die nach Reisebeschränkungen riefen, als Rassisten beschimpft. Eine, im Grunde sinnvolle Massnahme zu diesem Zeitpunkt, an dem niemand so Recht wusste, welche Ausmasse der Coronavirus annimmt. Statt dessen sinnlose Rassismus-Debatten. Mit all den gesammelten Informationen von heute und den Belegen in diesem Artikel sollte eigentlich klar sein, dass der komplette Lockdown nur zum wirtschaftlichen Ruin führen kann. Denn wer sich in den letzten Jahren über eine merkwürdige Grippe wunderte, könnte womöglich schon längst daran erkrankt sein, ohne dass es jemand bemerkte.

Und wenn die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache davon spricht, dass „die Welt von einem neuartigen und bisher unbekannten Virus befallen wurde“, dann ist das schlicht nicht richtig und bedient wohl eher die Panikmaschine. Nachrichten über den Corona Virus wurden in Deutschland schon 2013 veröffentlicht. Was wir brauchen ist eine Politik, die dem Volk dient und eine Gesundheitsversorgung ohne Profitgier. Nicht nur seitens der Pharma-Industrie, sondern insbesondere auch der Philanthropen, die sich längst mit ihren Gemeinnützigen Organisationen in die Weltpolitik gedrängt haben.

Geld und Mittel wären vorhanden, um die gesamte Weltbevölkerung kostenfrei medizinisch zu versorgen. Doch solange das Gesundheitssystem an den Profitwahn angeschlossen ist, dürfen wir solche Ideen nur träumen.


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