Das falsche Spiel der jungen Grünen

Kolumne, unabhängige Medien, Lifestyle Magazin
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Was ist aus diesem schönen Land geworden? Das Land der Dichter und Denker, der Flüsse und Seen. Das Land, das einst meine Heimat war.

Die jungen Grünen glauben sich im Aufwind – Doch dahinter steckt mehr

In der Gegenwart glaubt man, im Tollhaus angekommen zu sein. Es ist unmöglich an einem Punkt anzufangen und zum Ende zu kommen. Denn sprichwörtlich brennt es überall. Allen voran drehen die jungen Grünen sprichwörtlich am Rad. Was viele längst ahnten, geben sie jetzt stückweise offen zu: „Wir sind Antifa“. Aha, der aggressive Unterton war doch bereits bei der „Ende Gelände“ Aktion deutlich sichtbar.

Die jungen geben sich nicht nur grün, sondern auch im antifaschistischen Kampf.
Die Fridays For Future Bewegung in Deutschland outet sich. Screenshot Twitter

Scheinbar vergessen sind die Rentner

Die wachsende Armut der Menschen, und hier denke ich besonders an die Rentner. Eine Generation, die noch mit langen Arbeitsverträgen das ganze Leben arbeitete und nun beschämend abends Flaschen sammelt oder Scheu hat, sich an der Tafel anzustellen. Die Jungen schauen zu und zucken mit den Schultern.

Frei sein fühlt sich anders an

Auch die vielen Einzelfälle, die in der grossen Medienlandschaft keinen Platz mehr finden (sollen). Blickt man von heute aus zurück, hat man das Gefühl, den Menschen sollte Stück für Stück die Meinungsfreiheit abgeschnitten werden. Ich hatte schon Mitte der 90er Jahre das Gefühl, nicht atmen zu können und ging deshalb. Heute findet keine Diskussion mehr statt – es wird verunglimpft und denunziert. Damals Stasi-IM und heute hinter Fakeprofilen gut versteckt tönen sie stolz, wie viele „Nazi-Anhänger“ sie an einem Tag gemeldet hätten. Der Sinn dahinter: Jeden, der ansatzweise anders denkt, muss von der öffentlichen Bühne gefegt und mundtot gemacht werden. 

„Wessen Geld ich nehm, dessen Lied ich sing“

Wenn Sie mich fragen, diktatorische Anfänge einer wirtschaftlich toten Gemeinschaft. Proletariat 2.0, das sich von Philanthropen bezahlen lässt, weil sie sich nicht mit dem System einlassen wollen. Das diese Philanthropen ihr Geld jedoch im tiefsten Kapitalismus machen, kommt den Jungen nicht in den Sinn. Und auch nicht, was dahinter steht, denn „Wessen Geld ich nehm, dessen Lied ich sing“ mag ein in die Jahre gekommenes Sprichwort sein, hat aber an Gültigkeit nichts verloren. Wenn Milliardäre lauthals tönen, sie hätten mit ihren „Förderungen“ und „Unterstützungen“ die Weltpolitik verändert, dann grenzt dies wohl eher an Manipulation denn Hilfe. An der Stelle wäre es gut, wenn die Generation U35 zuhören und sich selbst hinterfragen würde. 

Es war nicht mal ein SUV!

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Der Gipfel der Geschmacklosigkeit ist jedoch der Affenzirkus, der um einen Geländewagen bei einer Umwelt-Demo gemacht wird. Die in ungebremstem Eifer demonstrierenden Menschen kannten den Unterschied zwischen SUV und Geländewagen wohl deshalb nicht, weil sie schon seit Jahren nur mit Fahrrad oder per pedes unterwegs sind. Arme Gesellschaft, die nicht einmal dem Nachbarn das Auto gönnt oder nicht so weit denken kann, dass es die Eisbären in der Arktis nicht juckt, wenn ein Autotyp in einem Land weltweit verboten wird. Selbst die Jugend kann also nicht weiter als drei zählen.

Und da Deutschland ohnehin kein Weltmeister in Sachen Umwelt ist, stünde es dem Land gut, endlich mit leiseren Tönen zu zwitschern. 

Aus meiner Sicht ein Theater, das einerseits Frustration perfekt verbirgt und parallel als Wirtschaftsfaktor genutzt wird. Das Leben in Deutschland ist von Kontrolle, von Druck und totaler Unperfektion gezeichnet. Entspannt leben sieht anders aus. Dass eine CO2-Steuer in der näherrückenden Rezession nur Geld in die Kassen spült, ach aber was reden wir. Vorreiter und Vorbild sein klingen nach -zig gescheiterten Plänen eher wie der verzweifelte Versuch, das Wirtschaftswunder Deutschland an seiner Position zu erhalten.

Was einst als verdienter Wohlstand in den Konsum Regalen stand, hat sich zum Zankapfel der Generationen gewandelt. Doch im Grunde gibt es keinen Grund, warum die Jungen der älteren Generation kampfeslustig gegenüber stehen.

Ein Land entfremdet sich selbst

Doch war es nicht die (fast) gleiche Regierung, die Jahre zuvor das Auto als Wirtschaftszentrum Deutschlands manifestierte? Die Plastikflaschen als Sieg des modernen Lebens feierte? Das den Wegwerf-Konsum mit praktischen Eigenschaften als Fortschritt propagierte? Nun, man dreht den Hals des Fuchses immer in die Richtung, in der man ihn braucht.

Die Jungen gegen die Alten | Ist das richtig so?

Die Reglementierung kommt von oben und das ohne Pause. Die junge Generation hat momentan die Kraft, gegen jeden, der nicht in ihre Ideologie passt, anzukämpfen. Statt miteinander zu gehen, wird Kritik wieder zum Hetzmittel a lá „Du bist ein Nazi!“. Damit übernehmen die Jungen eine Methodik, mit der sie in den letzten 20 Jahren aufgewachsen sind: Wer kritisiert, fliegt raus. Jedes Mittel ist Recht. Es gilt, die vorherrschende Meinung durchzusetzen ohne wenn und aber. 

Bleiben nur noch die Stimmen vieler Wissenschaftler, die sagen, dass der Klimawandel zu einem minimalen Anteil vom Menschen gemacht ist. Grund genug, um mich intensiv mit der Thematik zu beschäftigen. Bleiben wir also dran. Denn die Auseinandersetzung ist der erste Schritt, um Wissen zu erlangen. 

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