Europawahl 2019 – Genug ist genug

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Welche Zeichen setzte die Europawahl 2019? Photo credits: Media Modifier | Pixabay

Gibt es wirklich jemanden, der sich über das Ergebnis der Europawahl 2019 wundert? Augenscheinlich ist es nur die deutsche Regierung, allen voran die Altparteien der CDU und SPD, die sich ein weiteres Mal fragen: Was ist falsch gelaufen? Nun, wer mit Scheuklappen Politik macht und jeden anders denkenden Menschen pauschal als Nazi verurteilt, wird die Rechnung zahlen müssen. 

Aus der europäischen Politik hat sich eine Zwangsehe entwickelt

Das trifft den Einzelnen, aber auch ganze Länder. Wer den freundlichen Empfehlungen der Regierungen nicht folgt, wird gezwungen. Diese Taktik beginnt in Deutschland und zieht nach Brüssel. Dort wurde sie aufgenommen und mit Sparmaßnahmen weitergegeben. Italien, Spanien, Portugal: Ihr müsst sparen! Sparen müsst Ihr! Bis den Menschen die Luft ausging. Eine instinktive Reaktion, sich aus einer Zwangssituation befreien zu wollen um sich zu retten. Ähnlich wie die Natur. Wer Flüsse in begradigte Bahnen legt, muss damit rechnen, dass sich die Wassermassen ihren natürlichen Weg zurückholen. 

Es waren viele Stimmen in Deutschland, die Ihren Unmut äusserten und immer wieder verdeutlichten, dass sie nicht „Rechts“ seien, sondern Veränderungen wollen: Arbeit und gerechten Lohn. Wer nicht mehr in der Lage ist, sich der Kritik der Menschen zu stellen und in einen Dialog zu treten, verspielt Vertrauen. Und wer die gleichen Menschen in einem Atemzug systematisch in eine rechte Ecke stellt, muss mit einer entsprechenden Rechnung im Mai 2019 rechnen. Nicht nur Deutschland, immer mehr Länder Europas wehren sich gegen die Zwangsehe mit Brüssel. Wer am Morgen nach den Europawahlen mit grossen, kullernden Augen aufsteht, lebt in der Realitätsverweigerung. Die Diffamierung von Parteien und staatlicher Medien an Menschen mit Standpunkt hinterlässt schmerzhafte Narben. 

Teile und herrsche – Genug ist genug

Die europäische Strategie brachte in den letzten Jahren eines hervor: Die Teilung der Menschen. Aus einem Volk mit Vielfältigkeit wurden erbitterte Gegner gemacht. Jeder 50:50 Ausgang zeigt das unmissverständlich. Unweigerlich ist man an das Sprichwort „Teile und herrsche“ erinnert. Doch genauso wenig wie den begradigten Fluss lassen sich Menschen verbiegen. Jetzt stehen sie nacheinander auf und wehren sich und gehen das Risiko ein, beschimpft zu werden. Denn die europäische Politik Brüssels gleicht seit Jahren einem Diktat, das von Wirtschaft und Lobbyisten geführt wird. Deshalb muss Politik auf europäischer Ebene wieder wirtschaftlich neutral geführt werden. Wie wichtig das ist, zeigt die zerstörerische Entscheidung einer deutschen Ministerin und der EU-Kommission, Glyphosat wieder zuzulassen. Das Artensterben zu bedauern, um Wahlstimmen zu kämpfen und gleichzeitig giftige Substanzen für Natur und Mensch zuzulassen, ähnelt eher einer lobbyistischen Strategie als einer, für den Menschen gemachten Politik. 

Die Idee eines geeinten Europas war gut. Doch es wurden falsche Weichen gestellt. Es sind die Menschen, die den europäischen Zug wieder in die richtige Richtung schicken können. Ein erster Schritt wäre, Kritik wieder auf konstruktiver Ebene anzunehmen und nicht als negativ rechtes Gedankengut, das ausländerfeindlich ist. Ich selbst bin seit Jahren Ausländerin, was mir einen breiten Blick über den Tellerrand hinaus ermöglicht.

In diesem Sinne schauen wir doch gemeinsam in eine sinnvolle und lebenswerte Zukunft!

Ihre Daniela

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