Glutenfrei leben | Symptome der Glutenunverträglichkeit Teil 3

Die Symptome der Glutenunverträglichkeit sind weitreichend.
Die Symptome der Glutenunverträglichkeit sind weitreichend. Credits: Pixabay.com CC0 Lizenz

In diesem Artikel beschreiben wir, warum Sie die Symptome der Glutenunverträglichkeit kennen sollten. Denn oft finden sich die Ursachen für unklare Beschwerden in einer nicht erkannten Lebensmittelunverträglichkeit. Überprüfen Sie Ihre Befindlichkeiten wie unklare Kopfschmerzen oder andere Krankheitserscheinungen. Wie in jedem Bereich gibt es auch beim Gluten viele Fürsprecher und und genauso viele Gegner. Doch wo immer der Mensch in das natürliche Dasein eingreift, reagiert anscheinend auch der menschliche Organismus sensibel auf Veränderungen. Seien sie auch noch so microklein. Auch wenn eine Beeinträchtigung von Gluten oder Weizen oft bestritten wird, ist es dennoch eine bekannte Tatsache, dass Wissenschaftler weltweit an der Verbesserung der Ernteerträge bei Weizen gearbeitet haben und dies noch immer tun. 

Ein Sprichwort besagt: „Verändern wir ein Bestandteil eines Systems, so verändert sich das gesamte System.“ 

Dies gilt auch für die Landwirtschaft und die Reaktionen des Menschen auf seine heute, veränderten Inhaltsstoffe im Vergleich zu vor 50 Jahren beispielsweise. Gehen wir deshalb zum Thema Weizenallergie zurück. Wie viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, unter Verdauungsstörungen, unter Konzentrationsschwierigkeiten oder Angstzuständen?

… OHNE dabei jemals an eine Reaktion auf ein Lebensmittel nachzudenken.


Gesellschaftlich akzeptiert: Die Gewohnheit, mit Arzneimitteln zu leben

Rezeptfreie Medikamente gehören heute zum Alltag und werden ohne Hinterfragen angenommen. Ein Griff in den Medizinschrank und schon sind die Schmerzen weg, sei es im Kopf oder im Magen. Und auch ein Gespräch mit dem Arzt verläuft meist ins Leere. Es sind die wenigsten Schulmediziner, die auf der Ursache von Krankheitssymptomen nach der Ernährung fragen. „Eine Tablette erledigt das schon.“ Ebenso haben sich Antihistaminika bereits einen Platz in der Hausapotheke gesichert. Bei Allergien einen Histamin-Rezeptorblocker einnehmen und schon ist das Problem der Glutenunverträglichkeit oder Lebensmittelallergie erledigt. Doch ist dem wirklich so? Warum gehen wir den Dingen nicht auf den Grund und behandeln das Problem ursächlich und somit auch nachhaltiger?

Das traurige Resultat verursacht oft nur eine Verschiebung der Symptome, denn „plötzlich“ verspüren Betroffene andere Symptome, die mit der ursprünglichen Lebensmittelunverträglichkeit nicht in Zusammenhang gesehen werden. Im Klartext: Werden Symptome unterdrückt, erscheinen sie an anderer Stelle wieder. – Und das ist auch die Ansicht vieler Naturheilkundler, die deshalb die Ursache einer Krankheit bearbeiten und nicht deren Symptome. Im Zweifelsfalle bedeutet eine solche Behandlung auch eine völlige Umstellung der Ernährung. Das Problem: Nicht jeder Mensch ist dazu bereit. 

Medizinischer Revolutionär, der seiner Zeit voraus ist? Dr. med Williams Davis

Einer, der diesen Fragen auf den Grund gegangen ist, heißt Dr. med Williams Davis. Unbestritten ist er heute Fluch und Segen. Wie so oft in der Geschichte der Menschheit, sind es die Entdecker, die für schlechte Stimmung sorgen, weil sie Veränderungen herbeiführen. Veränderungen erzeugen vielen Menschen Angst, und vielmehr sind es heute auch große Konzerne, die hier einen Gewinneinbruch befürchten und schon deshalb revolutionär neue Gedanken ablehnen. Und Davis verschreckt mit einem einzigen Satz die Menschen rund um den Globus:

Weizenhaltige Lebensmittel machen krank!

… mehr als das behauptet er, dass Brot und Gebäck zu den schädlichsten Nahrungsmitteln gehören, die heute auf den Tisch kommen. Ein Aufschrei der Empörung ist deutlich zu vernehmen! Und das liegt in erster Linie wohl daran, dass wir uns ein Leben ohne Getreide im Grunde kaum vorstellen können. Doch seine Aussage belegt der Arzt mit Studien und zahlreichen Fallbeispielen aus seiner eigenen Praxis. Plötzlich wendet sich das Blatt, wenn Sodbrennen, Diabetes und Verdauungsstörungen einen Namen bekommen: Weizenunverträglichkeit.

Zum Glück gibt es mittlerweile Menschen, die über ihre eigenen Erfahrungen über ein Leben ohne Gluten und Getreide berichten. Wir möchten auch Sie an dieser Stelle ermutigen, der Redaktion von Lifestyle4unique Ihre Erfahrungen zu schildern. Unser Ziel ist eine große Sammlung von Erfahrungsberichten, die anderen Menschen durch eine Ernährungsumstellung wieder zu besserer Lebensqualität unterstützen zu können. Auch Ärzte, Schulmedizin und Industrie sollten sich dieser Herausforderung stellen.

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Der Selbsttest auf Glutenunverträglichkeit

Der Mensch braucht nicht immer einen Arzt und Tests. Denn wer seinen Körper kennt und beobachtet, wird von ganz allein merken, was ihm guttut und was nicht. Es gibt bereits zahlreiche Menschen, die aufgrund unklarer Krankheitserscheinungen; Haarausfall oder Übergewicht vollständig auf Getreide verzichtet haben und bemerkenswerte Veränderungen an sich beobachten konnten. Ein Selbsttest auf eine Glutenallergie kann also leicht durchgeführt werden. (Auch wenn wir an dieser Stelle sagen müssen, dass der vollständige Verzicht auf Brot und Nudeln wirklich schwer ist.)

Ein tiefer Blick | Glutenunverträglichkeit und Ursachen

Davis geht in seinen Ausführungen auf die typischen Zivilisationskrankheiten wie Rheuma, Diabetes und Arthrose ein und sagt, dass eine der Ursachen in dem täglichen Verzehr von Brot liegen. Der Konsum beginnt schon am Morgen beim Frühstück und verteilt sich über den ganzen Tag bis hin zum späten Abend. Wohl kaum jemanden ist klar, um welche Mengen es sich hier handelt! Allein das Sprichwort „Von allem in Maßen“ kommt hier bereits zum Tragen. Denn von einem gesunden Maß kann hier im Grunde nicht mehr gesprochen werden.

Der amerikanische Arzt beobachtete in seiner Praxistätigkeit, dass immer mehr Menschen trotz Sport und einer gesunden Ernährung an Gewicht zunahmen. Die Allgemeinheit der Menschen hat Übergewicht und darunter sind viele, die nicht verstehen, warum sie nicht abnehmen können. Bei diesen Beobachtungen handelt es sich kaum um Geheimnisse, denn wahrscheinlich hat fest jeder Mensch in seiner Familie, im Freundeskreis und unter Arbeitskollegen Betroffene.

Moderne Landwirtschaft mit gezüchtetem Weizen

Ein weiterer Punkt, den Davis unter die Symptome der Glutenunverträglichkeit legt, ist das Suchtpotenzial von Weizen. Verantwortlich dafür ist Weizenprotein mit appetitanregenden Eigenschaften! Konkret geht es hierbei um Benzodiazepine, die im tierischen wie menschlichen Blut zu finden sind. Auch in der Natur finden sich Benzodiazepine, so zum Beispiel in Kartoffeln und im Weizen. Benzodiazepine haben also einen natürlichen Ursprung und werden seit ihrer Synthetisierung in den 50er Jahren zu Beruhigungsmitteln verarbeitet. Gleichermaßen finden sie Einsatz bei Angstzuständen und Panikattacken. Diese Gruppe von Substanzen wirkt entspannend, hier liegt das Potenzial zur Suchtgefahr. Wer jahrelang Schlaftabletten auf Basis von Benzodiazepinen einnimmt, geht das Risiko einer Abhängigkeit ein. Auch diese Fakten sind hinreichend bekannt und belegt. (Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafmittel#Benzodiazepine)

Weizen ist nicht mehr das, was er einmal war

Machen wir uns also noch einmal klar, dass Benzodiazepine im Weizen enthalten sind. Die äußerst geringe Menge mag in der Tat noch lange keine Gefahr darstellen, zumindest bis vor ca. 50 Jahren. Ein Zeitpunkt, an dem Weizen noch natürlich wachsen durfte. Doch der stetig steigende Bedarf an Brot und damit Weizen hat die Wissenschaft beschäftigt: Wie erhalten wir höhere Ernteerträge auf gleicher Fläche? In dem die einzelne Ähre einen weitaus höheren Ertrag bringt!

Lernen Sie die Symptome der Glutenunverträglichkeit kennen!
Was ist Gluten? Es kann zur Nahrungsmittelallergie führen Photo Credits: www.pexels.com CC0 Lizenz

Auf agrarwissenschaftlicher Ebene wurde die Struktur der Weizenproteine verändert. Es wurden Kreuzungen gezüchtet, deren Chromosomenpaare sich vervielfachten. Dabei wurde die einzelne Ähre in ihrer Größe vervielfacht, daher enthält diese einzelne Ähre ebenso einen höheren Anteil an Benzodiazepinen, der Stoff mit dem Suchtpotenzial und ebenso des Klebeeiweiß Gluten. So kann heute dank dieser Züchtungen des Weizens zwar bis zu zehnmal mehr geerntet werden als vor einhundert Jahren.

Doch mit genau dieser Veränderung im Inneren des Weizenkorns änderte sich auch die Struktur des Glutens, das in dieser neuen Form für den Menschen augenscheinlich unverträglich ist und Folgesymptome verursacht. Dazu gehört die sogenannte „Weizenwampe“ aber auch die Entwicklung von Krankheitserscheinungen. Das Suchtpotenzial zeigt sich in gesteigertem Appetit, der wiederum zu Übergewicht führt und eine Kettenreaktion erzeugt, die Dr. Davis plausibel beschreibt. Hier liegt die Ursache der Glutenunverträglichkeit: Eine neue, unverträgliche Zusammensetzung des Weizenkorns bzw. anderer Getreidesorten, denen es ähnlich erging. Weizen wird in diesem Kontext immer wieder erwähnt, schließlich ist es das am meisten verzehrte Getreide auf der Welt.


Die Steinzeit-Ernährung oder Paleo Diät weist Parallelen auf

Auch aus einer anderen Richtung verschiedener Ernährungsweisen kommen Hinweise, dass der übermäßige Konsum von Getreide nicht gesund sein könnte: Die Steinzeit-Ernährung oder Paleo-Diät. Dabei geht es keineswegs darum, wie die Steinzeitmenschen in der Höhle zu sitzen und rohes Fleisch mit Fingern zu essen. Vielmehr geht es um die genetische Voraussetzung des Menschen, sich „artgerecht“ zu ernähren. Angesprochen ist der menschliche Stoffwechsel, der noch immer aus einer Zeit von vor 2,5 Millionen Jahren stammt und sich diesen Verhältnissen angepasst hat. Die heutige Ernährung ist aufgrund der Industrialisierung vollkommen verändert. In Einkaufskorb landen schlichtweg zu viele Getreide- und Milchprodukte, und weniger Fleisch. Auch die Low-Carb Diät verzichtet auf die Kohlenhydrate, die von Getreide stammen. Millionen von Menschen leben bereits nach dieser kohlenhydratarmen Ernährungsweise und fühlen sich seit der Umstellung weitaus besser.

Symptome der Glutenunverträglichkeit bei Erwachsenen

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In seinem Buch beschreibt Davis, der übrigens nicht nur einfach Arzt, sondern Präventivmediziner und Kardiologe ist, dass sich Weizenprotein umwandelt. In der Folge wirkt es appetitanregend aber auch entzündungsfördernd für Organe und Gelenke. Ferner fördert es die Fetteinlagerungen, die bei Männern und Frauen am Bauch ersichtlich sind. Abnehmen wird in diesem Zusammenhang zur absoluten Farce. Denn während sich die Übergewichtigen in guten Gedanken ein Vollkornbrot mit Hüttenkäse zum Abendessen gönnen, passiert nichts auf der Waage! Wie denn auch? Gerade Vollkorn enthält eine gute Portion an Gluten, und der Bauch bleibt wie er ist. Sie müssen beim Willen zum Abnehmen nicht nur lange Laufstrecken einplanen, sondern auch noch Ihre Ernährung umstellen und auf das Frühstücksbrötchen verzichten! Lesen Sie in unserem Beitrag über „Winterspeck loswerden“ was Zitronenhaselnusskekse mit dieser Umstellung zu tun haben. 

Der Blutzuckerspiegel beeinflusst das gesamte Wohlbefinden!

Insbesondere der Blutzuckerspiegel gerät beim Verzehr von Weizen ins Schwanken. Ähnlich wie Zucker erzeugt der Verzehr von Weizen einen sprungartigen Anstieg des Blutzuckerspiegels, der ebenso schnell wieder sinkt. Die Folge ist ein vermehrtes Hungergefühl, aber auch Müdigkeit und zittrige Hände. Hier kommt die anfänglich angesprochene Konzentration wieder zur Sprache. Denn mit schnell sinkendem Blutzuckerspiegel verringert sich auch die Konzentration- und Leistungsfähigkeit.

Bei einem dauerhaften Verzicht auf Weizen und Getreide sinkt der ständige Appetit und falsches Hungergefühl. Ein natürlicher Mechanismus zur Gewichtsreduzierung kann in Gang gesetzt werden. Auch der Blutzuckerspiegel stabilisiert sich, über Stunden verspüren Menschen kein Hungergefühl. Mit den fehlenden Attacken auf den Organismus hat auch das Immunsystem wieder eine Chance sich zu erholen. Davis beschreibt, dass seine Patienten nach längerem Verzicht auf Weizen und Gluten kaum noch Sodbrennen hatten (ebenfalls ein permanentes Symptom unserer Zeit), und Durchfälle bzw. das Reizdarmsyndrom verschwanden, der Stuhlgang regulierte sich. Hautausschläge, Asthmasymptome und besserer Schlaf gehören bei seinen Patienten ebenfalls der Vergangenheit an.

Handeln Sie jetzt!

Wenn Sie unter unerklärbaren Symptomen wie Reizdarm, Gelenkentzündungen oder -schmerzen (auch in jungen Jahren!), Kopfschmerzen, Sodbrennen leiden, sollten Sie den Versuch wagen und für einen längeren Zeitraum strikt auf Weizenprodukte verzichten.

Das Buch „Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht“ beschreibt sehr ausführlich über die Ursachen der Glutenallergie und der in Zusammenhang stehenden Zivilisationskrankheiten. Auch andere Ärzte berichten längst über Zusammenhänge von Kohlenhydraten in Verbindung mit Demenz und der Leistungsfähigkeit des Gehirns.

 

 

 

Quellen:

https://www.gesund-aktiv.com/wissenswertes/weizenwampe-warum-weizen-krank-und-dick-macht/

http://www.dhs.de/suchtstoffe-verhalten/medikamente/benzodiazepine.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafmittel#Benzodiazepine