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Nach der Bundestagswahl Tschüss Frau Merkel

… oder wie die AfD während der Kanzlerschaft aufgebaut wurde

Nach der Bundestagswahl hat diese Schlagzeile ihre Berechtigung. Denn die Alternative für Deutschland hat sich in der 16-jährigen Kanzlerschaft entwickelt. Sinnbildlich sähe das so aus: Frau Merkel hat für die Geburt der härtesten Konkurrenz im Bundestag gesorgt. Mit Sicherheit ein Attribut, das ihr nicht schmeckt. Rekapitulieren wir: Frau Merkel wurde im November 2005 zur Bundeskanzlerin, die AfD hat sich im Jahr 2013 gegründet. Heute, nach der Bundestagswahl hat ihre Partei das historisch gesehen schlechteste Ergebnis. Eine gute Bilanz sieht anders aus. Das Päckerl, mit dem sie Deutschland als Kanzlerin verlässt, wiegt schwer.

Es gab diesen Moment: (Fast) stolz zu sein

Eine von uns, eine aus der DDR wird Bundeskanzlerin. Schon damals war ein unterschwelliger Bittermandelgeschmack spürbar. Denn als „Mädle“ von Kohl keineswegs eine günstige Ausgangslage. Rückblickend wirkt es, als wollte sie in die grossen Fussstapfen von Kohl treten und seinen Weg weitergehen. Und so führte sie einen unerbittlichen Weg fort. Die kleine Flamme von Freude über eine Ostdeutsche als Kanzlerin erlosch jäh und das für immer. Zurück blieben Gedanken und Fragen: „Wie kann sie nur?“, „Warum tut sie das?“

Am Ende ihrer 16 Jahre Kanzlerschaft steht sie selbst mit einem etwas zerknirschten Gesicht auf der Bühne, während sich die Parteikollegen von der CDU am Wahlabend auf der Bühne feiern. Auch mit Maske wird das Desaster sichtbar. Denn die noch Bundeskanzlerin wirkt weder fröhlich, noch glücklich. Berufsmässig zeigt sie eine gewollt starke Maske, ihre Augen verraten jedoch angespannte Züge.

Nun sind sie halt da! Die neuen Parteien Deutschlands

Unterschlagen wir nicht die neuen Parteien Deutschlands. Auch sie sind das Ergebnis einer nicht erwünschten Politik Merkels. Vielleicht lässt sich hier der grösste Gewinner der Bundestagswahl 2021 ausmachen: dieBasis, die schon nach einem Jahr ihrer Gründung signifikante Zahlen schreibt. Mit knapp 30.000 Mitgliedern (Stand September 2021) steht dieBasis auf Platz 9 aller Parteien, dicht hinter der AfD und den Linken: Denn es sind 30.000 Mitglieder mehr, dafür aber ein weitaus längerer Werdegang. Ein schwerwiegender Fehler ist also schon gemacht: Politiker und Staatsmedien unterschätzen die Kraft, die in den neuen Parteien liegt.

Was bleibt ist nach der Bundestagswahl die Angespanntheit

Auch nach der Bundestagswahl 2021 bleibt Deutschland zerrissen. Die Anspannung ist nicht nur vor Ort, sondern auch aus der Distanz heraus zu spüren. Ein falsches Wort und Menschen explodieren förmlich. Freiheit hat seit Corona an neuer Bedeutung gewonnen. Der Wunsch nach Freiheit, nach Sicherheit wiegt schwer und findet einfach nicht den gleichen Ton bei den Politikern des Landes. Zumindest von denen, die im grossen Geplänkel gern eine der Hauptrollen übernehmen. Die „sonstigen“ Parteien, die nach der Bundestagswahl ein ordentliches Ergebnis erreicht haben, fallen heute in den Medien aus dem Raster. Noch. Doch das wird sich ändern. Wenn sie verstehen, hartnäckig zu bleiben und für die Bedürfnisse der Menschen kämpfen.

Einige Reaktionen auf Twitter sprechen eine klare Sprache.

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„R2g jämmerlich gescheitert“

„Bravo Frau Merkel, sie hinterlassen eine zertrümmerte CDU.“

„Weiter so – nur mit anderem Personal oder Chance vertan“

„Deutschland setzt mangels Führungspersönlichkeit auf Kollektivverantwortung“

Bildlich gesehen könnte man Deutschland nach der Bundestagswahl 2021 so vergleichen, das passender nicht sein könnte.

Einige Leute haben eine Kutsche in ein Auto umgebaut. Sie haben jedoch die Gäule noch nicht verabschiedet, sondern benützen sie weiter als Vorspann.

Bertolt Brecht, „Ist das Ideal der Freiheit veraltet?“, Ges. Werke 20, Schriften zur Politik und Gesellschaft

Nach der Bundestagswahl 2021 liegt es an der neuen Kanzlerschaft, den alten Gäulen vor dem Auto nun den Ruhestand zu gönnen.

Kolumne, Magazin, Männermagazin

Man muss nicht immer seinen Senf dazu geben. Aber ab und an dann doch! Die L4U Kolumne mit dem Entspannungsfaktor.

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