13. Juni 2024 Ihr unabhängiges Lifestyle Magazin L4U
nährstoffe für pflanzen

Nährstoffe für Pflanzen: Diese Arbeiten jetzt erledigen!

All zu oft fragen sich Gartenfreunde: Was fehlt meinen Pflanzen? Warum wachsen sie nicht? Es wurde Dünger gegeben, täglich gegossen und dennoch wollen die Pflanzen nicht gedeihen. Das Geheimnis der Pflege von Pflanzen liegt tiefer; in der Erde. Guter, nährstoffreicher Boden ist die Grundlage für prächtige Blumen oder Gemüsepflanzen. Beschäftigen wir uns in diesem Beitrag mit einem der wichtigsten Themen bei der Gartenarbeit: Nährstoffe für Pflanzen, damit jeder Gartentag ein glücklicher wird.

Jetzt kommt es darauf an, vorausschauend zu arbeiten. Was Sie im nächsten Jahr zur Pflege von Gemüse, Obst und Beerensträucher brauchen, wird jetzt angelegt. Wir reden von natürlichen Nährstoffen für Pflanzen, die selbst hergestellt werden können. Sprichwörtlich zeigt sich der natürliche Kreislauf der Natur, wie wir ihn aus dem Wald kennen. Auch wer sich als unerfahrener Gärtner in dieses sanfte System hineinbegibt, wird schon bald spüren, wie leicht es ist, Nährstoffe für Pflanzen selbst zu erzeugen.

Gold des Gartens – Der Kompost

Als Kompost Patronin lege ich grossen Wert auf einen vernünftigen Kompost. Hier liegt unscheinbar das Gold des Gärtners verborgen. In der Rotte, verbunden mit Zeit und der Wärme des Sommers entwickelt sich hier ideale Nährstoffe für Pflanzen, die für Gemüse, Blumen, Beerenobst und Bäume wie ein Langzeitdünger wirken. Deshalb ist es wichtig zu verstehen: Ein Kompost ist kein Ort, an dem lieblos Gartenabfälle abgeworfen werden. Im besten Falle wird selbst der Rasenschnitt fein über den gesamten Kompost gestreut, damit die Schicht nicht zu dick ist.

Gartenabfälle kompostieren, immer – Zu jeder Jahreszeit

Grünabfälle fallen zu fast jeder Jahreszeit an. Es fällt jede Menge Material an, dass sich im Laufe der Zeit zu einer humusreichen Masse entwickelt und später wichtige Nährstoffe für Pflanzen bietet. Somit ist der Kompost ein natürlicher Düngerlieferer.

Mit der Basis eines nährstoffreichen Bodens können Sie auf das düngen verzichten! Zu viele Pflanzen werden in einem Mix von Brennnesseljauche, Dünger und Kompost gezwungen, schnellstmöglich zu wachsen und Früchte hervorzubringen. Die Wahrheit ist, dass der richtige Boden das wichtigste Element für eine reiche Ernte ist.

Meine ungewöhnliche, aber bewährte Methode nenne ich das Drehen und Wenden des Kompostmaterials. Diese habe ich in unter heissen Temperaturen in Ägypten entwickelt und hier in Europa modifiziert. Sie funktioniert bestens, insbesondere wenn der Boden verbessert werden muss. Die Belohnung ist reichhaltiger Humus, der als Mutterboden zur Verfügung steht. Wird die Methode des Drehen und Wendens vom Kompostmaterial zweimal im Jahr durchgeführt, steht immer frischer Mutterboden zur Verfügung. Somit muss kein Sack Erde mehr aus dem Gartencenter gekauft werden.

Den Kompost drehen und wenden

Solange es noch heiss ist, wird der Kompost einmal von oben nach unten durchgemischt. Dafür wird eine Grabegabel benötigt, denn das Material soll vor allem aufgelockert werden. Alles was unten lag, kommt nach oben und alles was oben war, geht nach unten. Bevor dann die Materialien wieder zusammengelegt werden, werden Laub und Rasenschnitt jeweils als dünne Schicht dazwischen gelegt. Damit ist eine sehr gute Basis für das nächste Jahr vorbereitet. Denn im gesamten Kompost sind nun Nährstoffe für Pflanzen verteilt, die später langsam in den Boden abgegeben werden. 

Warum drehen und wenden?

Meiner Erfahrung nach, wird der Zersetzungsprozess durch das Drehen und Wenden verbessert. Findet dieser Prozess auch einmal im Sommer statt, wirkt er praktisch wie ein Schnellkomposter. Während Ihr Gartennachbar online eine Packung Schnellkomposter kauft, drehen Sie einmal den Kompost um, arbeiten nachhaltig und sparen sich das Geld. Genau an diesem Punkt setzt Nachhaltigkeit an: Weniger konsumieren und die vorhandenen Ressourcen der Natur nutzen. Denn wichtige Nährstoffe für Pflanzen stecken in allen Grünabfällen.

Schimmel auf dem Kompost entdecken

Bei der manuellen Arbeit wird sichtbar, ob sich eventuell Schimmel bildet, der sofort entfernt werden kann. Schimmel oder Pilzsporen werden nur ab einer Innentemperatur von 70° Grad abgetötet, diese Hitze wird ab Ende August jedoch im Kompost nicht mehr erreicht. Verbleibt der Schimmel im Kompost, wird er sich im nächsten Jahr auch schnell auf den Pflanzen absetzen, was wiederum Krankheiten verursacht. Das Drehen und Wenden dient also auch dazu, Grünmaterialien zu kontrollieren um unbrauchbare, kranke Pflanzenteile sofort zu entfernen. 

Schicht für Schicht Nährstoffe für Pflanzen

Die dünnen, neuen Schichten von Laub und Rasenschnitt sorgen dafür, dass sich aus allen Gartenabfällen eine homogene Masse bildet, ohne zu verdichten. Gerade trockenes Laub hat einen positiven Anteil an der Rotte des Komposts. Wichtig ist jedoch, dass diese Schichten wirklich dünn sind. Stellen Sie sich vor, Sie legen zwei Lagen Karton hinein, so in etwa soll die Menge der neuen Laubschichten sein.

Kranke Pflanzen nicht auf den Kompost

Pflanzenteile, die an Mehltau oder Rosenrost leiden, kommen niemals auf den Kompost. Die Gefahr besteht, dass die Sporen überleben und im nächsten Jahr auf andere Pflanzen übertragen wird. Solche Pflanzenteile müssen leider in den Müll. Aber im Sinne gesunder Obst- und Gemüsepflanzen ist dies die bessere Lösung. 

Verwenden Sie den gesamten Kompost nicht auf einmal. Behalten Sie wenigstens 30 Prozent, um diese fertige oder halbfertige Masse mit neuem Material anzureichern. (Ähnlich wie bei selbst gemachtem Sauerteig) Das hat zur Folge, dass einige Grünabfälle beim Eingraben teilweise noch halb verrottet sind, was jedoch Vorteile hat:

Laubblätter speichern viel Flüssigkeit. Die Masse dient als Feuchtigkeitsspeicher für Gemüsepflanzen, denn sie gibt die Feuchtigkeit an die Wurzeln ab, verrottet weiter und reichert den Boden mit Nährstoffen an.

Nährstoffe für Pflanzen langsam in den Boden abgeben

Ein grosser Teil der wichtigen Nährstoffe wird an Obstbäume, Beerensträucher und Rosen abgegeben. Die Pflanzen bekommen vor allem langfristig wichtige Nährstoffe vor der Winterruhe und wachsen deshalb im nächsten Jahr sehr gut auch ohne Dünger. Darin besteht der Sinn eines Kompost: Die Pflanzen langfristig mit Nährstoffen zu versorgen.

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Guter Kompost darf auch ein paar Kleinteile wie dünne Äste enthalten. Fotocredit Lifestyle4unique

Gemüsebeete nie leer stehen lassen

Wer nachhaltig im Garten arbeitet, wird seine Gemüsebeete nicht ohne Pflanzen stehen lassen. Doch nach der letzten Ernte wird kein Gemüse mehr gepflanzt, es sei denn, jemand möchte sich bis in das Frühjahr hinein mit Winterspinat versorgen und sät diesen aus.

Andererseits kann jetzt Gründünger ausgesät werden. Die Gründüngung verhindert das schnelle Nachwachsen von unerwünschten Unkräutern. Im Frühjahr wird die Gründüngung mit einem Sauzahn einfach in den Boden eingearbeitet.

Wichtig: Wer mit einem Sauzahn arbeitet, zieht praktisch feine Linien in den Boden und belüftet ihn. Somit hat der Gartenboden die besten Voraussetzungen um weich zu bleiben, was wichtig für das Wurzelwachstum ist.

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„Richtig kompostieren ist die Basis des Lebens. Insekten, Tier, Pflanzen und Mensch profitieren vom Kompost.“

Daniela Shams, Herausgeberin L4U Magazin

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