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Die schönsten Ostertraditionen in Deutschland

Jedes Fest hat seine Tradition. So gibt es jede Menge Osterbräuche. In Zeiten von endlosem Konsum rücken diese jedoch zurück. Holen wir sie wieder an die Oberfläche und schauen, welche Ostertraditionen es in Deutschland und auf der Welt gibt. Damit auch Deine Kinder später voller Liebe an das gemeinsame Osterfest zurückdenken. Oft wird gefragt „Wie feiert man Ostern?“ und diese Frage kann mit verschiedenen alten Bräuchen zu Ostern beantwortet werden.

Doch eine viel bedeutendere Rolle kommt der Wiederbelebung von Traditionen zu. Weg vom Konsum und zurück zur Gemeinschaftlichkeit. Innerhalb der Familie aber auch innerhalb des Ortes, an dem wir leben. Die alten Bräuche des Osterfestes bringen Menschen wieder mehr zusammen. Sei es das Bemalen der Eier, der Besuch des Gottesdienstes oder das gemeinsame Essen. An den Osterfeiertagen kann man Streit und Ärger beiseite legen, dem Nachbarn ein gesegnetes Osterfest wünschen. Über einen kleinen Korb mit gekochten Eiern und einem Zweig gewinnt die Nachbarschaft wieder an Lebensfreude.

Gelebte Traditionen stärken den Menschen von innen. Gibt dem Leben einen Rahmen – oder ein Stück des Rahmens, in dem wir uns tagtäglich bewegen. Es ist wunderbar zu sehen, welche Freude die Kinder beim Backen und Basteln entwickeln. Plötzlich sind Computer und Handy vergessen. Denn der Gedanke, die Oma mit einem selbst gebasteltem Geschenk zu überraschen ist einfach zu verführerisch. Und vergessen wir eines nicht: Beim Osterfest geht es nicht um Geld und reiche Geschenke. Sondern um das Leben schlechthin, die Fruchtbarkeit und das Wachstum der Natur, das jetzt wieder beginnt. Und so wachsen wir auch von innen heraus, mit einem strahlenden Lächeln, das der wärmenden Sonne gleicht.

Typisch Ostern! Woher kommt der Hase?

Die vielleicht wichtigste Tradition ist der Osterhase. Woher kommt diese Tradition? Genau kann man diesen Brauch heute nicht mehr erklären. Es gibt jedoch einige Ansätze, die den Ursprung erklären könnten. 

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Die Frühlingsgötting Ostara war mit einem Begleittier unterwegs. Kein anderer als ein Hase. Die Verbindung beider macht sie zu einem der bekanntesten Osterbräuche. Als Tischdekoration ist er bis heute sehr beliebt.

Eine weitere Erklärung kommt aus der byzantinisch-christlichen Symbolik. Hier steht der kleine Hase symbolisch für Jesus Christus, der im Angesicht des Todes das Leben überbracht hat. Die offenen Augen des Hasen symbolisieren hierbei die Wachheit Christi am Ostersonntag.

Noch lange vor der christlichen Zeit war der Hase ein Symbol der Fruchtbarkeit. Mit bis zu 20 Jungen im Jahr stand der Hase der griechischen Liebesgöttin Aphrodite als Abbild. 

Ostern früher und heute

Doch warum bringt der Hase die Eier? Ein Brauch, der vor 300 Jahren in Südwestdeutschland begann, beschreibt den Hasen symbolisch als die verfolgten Christen. Wahrscheinlich lag es an der Schnelligkeit, mit der er verbunden wird. Die Eier stehen seit jener Zeit für den Frühling und die Vermehrung in der Tierwelt. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Osterhase dann auch in Kinderbüchern, als Spielfigur und Schokoladenhase publik. 

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Warum feiern wir Ostern?

Eine gute Frage. Kannst Du sie beantworten? Falls nicht, hier kommt die Erklärung zum Osterfest.

Beliebte Ostertraditionen Deutschland bis nach Ägypten

Und damit sind wir schon bei der nächsten Ostertradition. Dem Osterei. Das nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern weltweit eine Rolle spielt. Das Ei ist bereits seit der Antike ein Symbol der Fruchtbarkeit und der Wiedergeburt. Selbst im alten Babylon – also schon weitaus länger als die Christenzeit – gab es Bräuche und Riten rund um das Ei. Erst im Christentum bekam das Ei eine tiefere Bedeutung. Mit ihm wurde die Auferstehung Jesu symbolisiert. In der frühen Phase des Christentums wurden deshalb Eier auch in das Grab der Toten gelegt. 

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Bräuche und ihre Bedeutung für uns

In Ägypten spielen Ostereier sogar heute noch eine Rolle. Hier gibt es eine Brücke zwischen den koptischen Christen und dem Frühlingsanfang. Und es ist wunderbar zu sehen, wie Kopten und Christen den Beginn des Frühling gemeinsam feiern, indem sie sich gegenseitig gekochte Eier schenken. Die Färbung der Eier symbolisiert dabei das Blut Jesu.

Ostereier färben für den Osterkorb

Auch wenn die Supermärkte prall gefüllt sind, Ostern sollte kein Konsumfest sein. Gefeiert wird die Auferstehung Christi – und wer nicht dem religiösen Glauben folgen möchte nimmt das Osterfest zum Anlass, den beginnenden Frühling zu feiern. Dennoch: Das Wissen um Tradition und religiösem Brauchtum macht aus einem Menschen noch keinen Christen oder Katholiken. Vielmehr ist es Teil der Allgemeinbildung, und es spricht alles dafür, dass Kinder den kulturellen Teil ihrer Heimat kennen. Die Geschichten um die Kreuzigung und Auferstehung Christi kann beim Ostereier färben erzählt werden. Hier sind die Kinder aufmerksam und hören gern zu.

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Ostereier ausblasen und bemalen

Einige Tage vor Ostern werden die noch frischen Eier ausgeblasen, um farbfreudig angemalt zu werden. Ein kleiner Streichholz verbunden mit einem Faden sorgt dafür, dass die Eier dann am Osterstrauch hängen. Bewahre die angemalten Ostereier Deiner Kinder auf. Im Laufe der Jahre erzählen sie eine Familiengeschichte. Es ist eine riesige Freude, wenn die langsam wachsenden Kinder sehen, dass die Eltern ihre bemalten Eier aufgehoben haben. Und wer weiss, vielleicht überleben einige dieser Eier ja die Zeit bis sie selbst Erwachsene sind.

Osterwasser holen 

Wasser ist eines der wichtigsten Elemente des Menschen und wird seit jeher auch als das Symbol für Leben und Fruchtbarkeit angesehen. Bereits in vorchristlicher Zeit war das Osterwasser bekannt, auch hier spielt wieder die Fruchtbarkeitsgöttin Ostern eine tragende Rolle. Mit dem Wachstum des Christentums gewann auch as Osterwasser an Bedeutung. Im Volk entwickelte sich der Brauch, in der Nacht vom Ostersamstag zu Ostersonntag frisches Wasser von einem Bach zu sammeln um es schweigend nach Hause zu tragen. Die Familie wusch sich und trank das frische Osterwasser aus dem Bach, so sollte jeder von Krankheiten im kommenden Jahr geschützt sein.

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Osterlachen 

Das Osterlachen ist kaum noch bekannt, und das ist sehr schade. Strahlt das Lachen doch so viel Lebensfreude aus. In der Tat reicht das Osterlachen bis weit in das Mittelalter zurück. Zu Zeiten, in denen die meisten Menschen noch in die Kirche gingen, wurde insbesondere zu Ostern gelacht. Der Priester erzählte zur Osterpredigt eine lustige Geschichte und brachte seine Gemeinde so zum Lachen. Der Hintergrund für das Osterlachen ist leicht erzählt. Denn das Lachen war die Freude darüber, dass Christus den Tod überwunden und zum Himmel aufgestiegen ist. Sicher ist das Bild einer lachenden Gemeinde ungewöhnlich. Doch gerade in schwierigen Zeiten hilft das Lachen über die Sorgen hinweg. Vielleicht bringt der ein oder andere Priester zur Ostermesse seine Gemeinde in diesem Jahr zum lachen!

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Die Osterkerze

Auch das Licht gehört zu den alten Symbolen des Lebens. Seit der Antike galt auch das Feuer als ein heiliges Symbol der Menschen. So hatten römische Priesterinnen die Aufgabe, das heilige Feuer nicht erlöschen zu lassen. Die Osterkerze im Christentum findet ihren Ursprung in der Nacht des Gottesdienstes. Sie erhellte die Nacht während der Andacht. In Rom gab es zur Ostermesse bis zu zwei Meter hohe Kerzen neben dem Altar, auch heute finden sich übergrosse Kerzen in italienischen Kerzen. 

Das Osterlamm

In jeder Religion spielen Tiere eine grosse Rolle. So auch im Christentum. Sicherlich ist Ostern das tierreichste unter allen Festen der christlich-katholischen Kirche. Wohl auch deshalb, weil die Auferstehung Jesu Christi als wichtigstes Fest gilt. In diesem Sinne spielt das Lamm eine zentrale Rolle. Es trägt symbolisch die Wehrlosigkeit gegenüber anderen wilden Tieren in sich. Im Alten Testament ist das Lamm das klassische Opfertier. 

Die Israeliten waren angehalten zum Passah-Fest ein Lamm zu schlachten und drückten damit ihre Dankbarkeit für den Auszug aus Ägypten aus. Zu Zeiten des frühen Christentum legte die Gemeinde geweihtes Lammfleisch unter den Altar. Am Ostersonntag, dem Tag der Auferstehung wurde es dann als erste Speise am Morgen gegessen. Insofern steht auch heute das Lamm für die Auferstehung Christi nach der Überwindung des Todes und allen Leidens.

Gleichzeitig zeigt das Mahl von Fleisch, dem süssen Osterlamm oder einem Hefezopf an, dass mit dem Beginn des Osterfestes auch die 40-tägige Fastenzeit vorüber ist. 

Karfreitag – Tag der Ruhe und des Gebets

Traditionell ist der Karfreitag der Tag der Ruhe. An diesem Tag wird weder gearbeitet noch getanzt. Es ist der Tag des Gebets und der Stille. Zeit, Ostereier zu bemalen (was auch einen Hauch an Meditation hat). In unserer schnelllebigen Zeit ist ein Tag der Ruhe eine Wohltat für die Seele. Ein Tag, dem Leben und der Auferstehung gewidmet.

Das Osterfeuer

Eine der bekanntesten Ostertraditionen in Deutschland ist das Osterfeuer. Fast in jeder Region bekannt, steht es als heiliges Symbol der Sonne. Auch hier findet sich wieder ein Gedanke zum Frühling und den länger werdenden Tagen. Damit kommt auch die Wärme, was in alter Zeit bedeutete, dass es Zeit war, die Felder neu zu säen. Mit der Saat wuchs auch neues Leben und dies ist der Hintergrund, warum die Sonne als Symbol der Fruchtbarkeit, des Wachstums und Ernte angesehen wird. Die christliche Welt feiert in der Nacht vom Ostersamstag zum Ostersonntag mit dem Feuer den Neubeginn des Lebens.

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Traditionell holen die Jungen in der Nacht das Holz und stellen es gestapelt und mit viel Reisig versehen an einem Platz im Dorf auf. Mit der Osterkerze wurde das Osterfeuer dann in Anwesenheit aller Bewohner entfacht. Traditionell wurde die Flamme des Osterfeuers dann mit Kerzen in jeden Haushalt getragen, damit auch hier das Leben und die Fruchtbarkeit aufblühen konnten.  

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Kurzreisen zu Ostern

Die Ostertage eignen sich wunderbar für eine Kurzreise. Den Frühling erleben!