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Ohne Risiko: Das neue Leben als Selbstversorger

von Daniela Shams

Photo by Sebastian Coman Photography on Unsplash

Für Gartenfreunde gibt es (fast) nichts Schöneres, als ein Leben als Selbstversorger zu führen. In der Tat ist die Belohnung reichlich: Frische Früchte, das eigene Gemüse und vielleicht sogar die eigenen Eier aus dem Garten. Schauen wir, was notwendig ist, um die Familie selbst zu ernähren.

Leben als Selbstversorger: Den Druck rausnehmen!

Erst einmal entspannen! Niemand sagt, dass ein Selbstversorger zu 100 % alles an Obst und Gemüse anbauen muss. Der Bedarf richtet sich in erster Linie nach der Grösse des Gartens und der Familie. Wie das Sprichwort so schön sagt, führen viele Wege nach Rom. Und deshalb kannst Du auf verschiedene Arten an den Plan als Selbstversorger für die Familie herangehen.

Als Selbstversorger Hilfe von Senioren holen

Solltest Du in der glücklichen Lage sein, einen grossen Garten und ein Gästezimmer zu besitzen, kannst Du Dir Hilfe holen. Denn viele Menschen 50+ lieben es, sich sinnvoll im Garten zu beschäftigen. Oft haben Senioren über Jahrzehnte Erfahrungen gesammelt und kennen traditionelles Gartenwissen noch von den eigenen Grosseltern. Vom Frühling bis in den Spätsommer fällt viel Arbeit im Garten an. Mit einem rüstigen Senior hast Du eine helfende Hand an der Seite und machst jemand anderen glücklich.

Urlaub gegen Hand für Senioren ist sehr gefragt!

Registriere Dich bei Anbietern wie WWOOF oder Holiday4help und stelle ein Angebot ein. Beim Austausch von Gästezimmer mit Verpflegung gegen Hilfe im Haus und Garten haben sich schon viele Freundschaften entwickelt. Und auch die Kinder lieben es. Sie bekommen eine zusätzliche Oma, die ihnen bestimmt gern am Abend vorliest. Das Leben als Selbstversorger Familie bekommt so auch einen angenehmen, sozialen Touch.

Monatliche Kosten durch Gemüseanbau senken

Um das ganze Jahr von Deinen Erträgen leben zu können, wird gute Planung und Struktur notwendig sein. Aber es ist mit wenig Aufwand möglich. Dazu kommt, es gibt Lebensmittel, die lange haltbar und solche, die nur kurzfristig lagerfähig sind. Denken wir zwei Vertreter: Kartoffeln und Paprika. Demzufolge musst Du Möglichkeiten schaffen, um Dein Gemüse kurz- und langfristig lagern zu können. Wie das aussieht, zeigt die folgende Tabelle.

eigene Erntebenötigtkurz oder langfristig
Kartoffelndunklen Lagerraumlangfristig
ZwiebelnHolzkistenlangfristig
TomatenEinweckglas/Gefrierfachfrisch nur kurzfristig
ZucchiniEinweckglasfrisch nur kurzfristig
grüne BohnenGefrierfach/Einweckglaskurz- bis langfristig
HülsenfrüchteGefrierfach/Einweckglaskurz- bis langfristig
Kürbis dunklen Lagerraumlangfristig
Weiss-/Rotkohldunklen Lagerraumlangfristig
RosenkohlGefrierfach/Beetfrisch nur kurzfristig
SalateBeetkurzfristig
SpinatGefrierfach/Beetfrisch nur kurzfristig
MöhrenLagerraum/Gefrierfachlangfristig
SellerieLagerraum/Gefrierfachlangfristig
PalmkohlGefrierfachlangfristig
KohlrabiGefrierfachkurz- bis langfristig
SchwarzwurzelnLagerraum/Gefrierfachkurz- bis langfristig
KräuterGefrierfachkurz- bis langfristig
BeerenfrüchteGefrierfach/Einweckglasfrisch nur kurzfristig
ObstLager/Gefrierfach/Einweckglaskurz- bis langfristig
KnoblauchLagerraumlangfristig

Gesunde Ernährung beginnt bei der Lagerung von Obst und Gemüse

Viele Gemüsesorten benötigen demnach entweder einen dunklen Lagerraum oder kommen in das Gefrierfach. Natürlich wird Gemüse auch eingekocht – und zweifelsohne ist das eine gute Option. Allerdings sehe ich in diversen Internet-Gruppen Rezepte, bei denen Gemüse bis zur kulinarischen Unkenntlichkeit verkocht – will sagen zerkocht werden. Wer das wertvolle und liebevoll angebaute Gemüse anschliessend im Topf drei Stunden kocht, ist selbst Schuld. Dabei gehen wirklich alle wertvollen Vitamine kaputt. Dann stellt sich mir die Frage, ob Dein Leben als Selbstversorger Sinn macht. Denn so kannst Du auch das Billig-Gemüse aus dem Discounter kaufen und Dir die Arbeit sparen.

Geschmack und Vitamine: Kräuter einfrieren

Kräuter sind sprichwörtlich die Würze des Lebens. Wie wunderbar, wenn Du einen Kräutergarten Dein Eigen nennen kannst. Nicht nur, weil sie frisch sehr schmackhaft sind, sondern weil sich einige Kräuter wunderbar zum Einfrieren eignen. Die Zeit zwischen Oktober und April kannst Du als Selbstversorger durchaus mit gefrorenen Kräutern überbrücken.

Welche Kräuter eignen sich zum einfrieren

  • Petersilie (sowohl glatte als gekräuselte)
  • Schnittlauch
  • Koriander
  • Dill
  • Liebstöckel
  • Estragon
  • Minze

Wichtig ist, die Kräuter nach dem waschen gut zu trocknen. Am besten in einer Salatschleuder. Dann bleiben sie luftig und können mit einem Löffel entnommen werden. Sind sie stattdessen nass, gefrieren die Kräuter als Klumpen.

Leben als Selbstversorger: Qualität statt Quantität!

Als Selbstversorger solltest Du im Hinblick der monatlichen Kosten auf Qualität achten. Interessanterweise finden sich bei jenen, die das wertvolle Gemüse einkochen auch solche, die unzählige Gläser einer einzigen Gemüsesorte im Vorratsschrank haben. (Stichwort Tomatensosse) Dann doch besser einige Gläser weniger aber dafür mehr Vielfalt! Wir sollten uns vom Überfluss an Nahrung verabschieden. Denn was der Einzelne täglich benötigt, um satt zu werden, ist im Grunde gar nicht so viel. Und dieser Gedanke ist vielleicht einer der wichtigsten, wenn Du Dein Leben als Selbstversorger organisieren willst.

Leben als Selbstversorger, Gurken anpflanzen und einlegen, Garten Magazin
Platz im Nutzgarten schaffen, um Gurken einzulegen | Photo by Jonathan Pielmayer on Unsplash

Vielfalt als Selbstversorger planen

In vielen Haushalten finden sich Massen an Lebensmittel. Im Grunde genommen wird nie auch nur eine Sorte wirklich leer. Schon allein durch die Reduzierung des Bedarfs (der im Schrank steht), kannst Du Kosten sparen. Wer braucht 100 Gläser Eingekochtes von einer einzigen Sorte Gemüse? Auf ein Jahr verteilt, sind das rund neun Gläser – bleiben wir bei der selbstgekochten Tomatensosse im Monat! Zwei Gläser Tomaten pro Woche braucht kein Mensch! Denn es gibt schliesslich noch jede Menge anderer Lebensmittel, die täglich auf den Tisch kommen.

Für den Familienalltag einen Gefrierschrank anschaffen

Wie gesagt, beim Einkochen gehen die meisten Vitamine der wertvollen Gemüsesorten verloren. Was sehr schade ist, denn gesunde Ernährung beginnt bei gutem, nährreichen Gemüse. Die meisten Gemüsesorten können langfristig nicht gelagert werden. Deshalb bietet es sich an, einen grossen Gefrierschrank anzuschaffen. Das spart nicht nur die Vitamine, sondern auch die viele Arbeit beim Einkochen, die nicht zu unterschätzen ist. Die Alternative zum Einkochen sind also praktische Klickdosen und das Gefrierfach. Dabei wird die aufwändige Arbeit um 90 % reduziert (übrigens auch die Kosten zum Einkochen). Obst wird nur gewaschen, Gemüse kurz blanchiert, abgekühlt und kommt in das Gefrierfach.

Warum Du Gemüse blanchieren solltest, ist kurz erklärt. Beim Einfrieren bleibt die schöne grüne Farbe erhalten. Ohne Blanchieren würde es nach dem Auftauen grau werden.

Auch wenn der Gefrierschrank Energiekosten verursacht: Das Einfrieren von Gemüse ist für Dich als Selbstversorger immer noch die beste Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen. Im Supermarkt greifen die meisten Verbraucher ja auch in das Tiefkühlfach. Warum also nicht das gleiche Zuhause?

Eigenes Gemüse ist ein kleiner Schatz

Als eine wichtige Investition solltest Du hier nicht an der falschen Stelle sparen. Ein hochwertiges Modell mit guter Isolierung verbraucht weniger Strom als günstige Gefrierschränke. Verglichen auf zehn Jahre ist der höhere Preis nicht mehr ausschlaggebend. Der viel wichtigere Punkt bei der Auswahl sind die zu lagernden Lebensmittel. Ein Gefrierschrank, der bei einem Stromausfall für zwölf Stunden oder länger die Temperatur im Inneren hält, ist deshalb viel wichtiger als 50 Euro zu sparen. Denn sind die eingefrorenen Lebensmittel aufgetaut, ist der entstandene Schaden weitaus höher. Zumal dabei auch die monatlichen Haushaltskosten kräftig durcheinander gerüttelt werden.

Achte beim Kauf eines Gefrierschranks auf wichtige Eigenschaften:

  • NoFrost – verhindert hohe Luftfeuchtigkeit im Inneren und die Bereifung der Lebensmittel
  • SuperFrost – vitaminschonend Einfrieren
  • geräumiger Innenraum
  • Digital Inverter Kompressor

Pro Person rechnet man durchschnittlich 70 bis 100 L Nutzinhalt. Da wir hier aber vom Selbstversorger sprechen, der sich einen grossen Teil des Jahres von der eigenen Ernte ernähren will, sollten es wenigstens 100 L pro Person sein. Für einen guten Gefrierschrank in dieser Grösse solltest Du wenigstens 800 Euro einplanen. Lass Dich keineswegs von der hohen Summe erschrecken, sondern schau, was Du gewinnst: Deine eigenen Lebensmittel, biologisch angebaut ernähren die ganze Familie.

Das monatliche Budget durch intelligente Finanzierung niedrig halten

Die Finanzierung eines Gefrierschranks ist in vielen Geschäften möglich. Zahle ein Drittel des Preises an, dann fällt die Ratenzahlung für Dich gleich günstiger aus. Wohlgemerkt für Dein privates Budget und nicht dem der Bank! Der Gedanke dabei ist eine geringe monatliche Belastung deines Budgets. Eine einfache Beispielrechnung verdeutlicht den Gedanken, das Leben als Selbstversorger mit geringen Kosten.

Beispielrechnung Finanzierung Gefrierschrank für 1000 Euro
300 Euro Anzahlung
700 Euro monatlich in Raten von 50 Euro
In 14 Monaten ist der Gefrierschrank abbezahlt.

Schon nach 14 Monaten rentiert sich der Kauf eines Gefrierschranks für eine zwei- bis sechsköpfige Familie. Und ich denke dabei nicht nur an Eltern und Kinder, sondern auch an Familien, die mit den Eltern in drei Generationen zusammenleben. Dort, wo ohnehin das Geld knapp bemessen ist, kann durch einen cleveren Selbstversorgerplan gute Ernährung und Kostenersparnis erzielt werden. Nicht zu reden davon, dass das ständige einkaufen seltener erledigt wird. Denn es ist immer etwas zu Essen im Haus.

Du schaffst Dir den gleichen Komfort wie beim Kauf im Supermarkt

Du bekommst den gleichen Komfort wie im Supermarkt. Denn sobald das Gemüse geschnitten und verpackt ist, kann es jederzeit in gewünschten Portionen zubereitet werden. Aus diesem Grund ist es besser, nur frisches Gemüse einzufrieren und nicht etwa gleich alles vorzukochen um es dann einzufrieren. Das mag für ein, zwei Gerichte gehen, sollte aber keineswegs die Dauerlösung sein. Mit dem separaten Einfrieren von Gemüse und Kräutern bist Du viel flexibler. Denn Du entnimmst einzelne Zutaten portionsweise. Das gilt für die Pizza genauso wie für einen wärmenden Eintopf im Winter. Einmal mit Fleisch, einmal ohne, mal mit Kartoffeln oder dann wieder mit Nudeln. Vorgekocht hättest Du jedes Mal das gleiche Gericht auf dem Teller und es wäre nicht frisch.

Teure Obst- und Gemüsesorten anbauen | Einer der grossen Vorteile der Selbstversorger

Neben den herkömmlichen sind es gerade die exotischen Obst- und Gemüsesorten, die für teures Geld im Handel erhältlich sind. Auch die Kinder haben im Sommer ständig Lust auf Himbeeren oder Blaubeeren oder was auch immer schnell ins Geld geht. Allein mit diesen Sorten kannst Du Dein Leben als Selbstversorger individuell ausrichten. Als Selbstversorger für Familien zu leben bedeutet keineswegs am Lebensminimum zu knabbern. Im Gegenteil! Der Alltag wird reichhaltiger und bunter! Eine faszinierende Mischung, die gesund Essen ebenso enthält, wie kostengünstig und vielseitige Ernährung. Genau darin liegt der Reiz.

Diese Aussicht macht Lust auf ein Leben als Selbstversorger!

Als Selbstversorger wird angebaut, was gefällt. Neben den Grundnahrungsmitteln, denn sie reduzieren das monatliche Budget. Ob italienischer Palmkohl, zahlreiche Blaubeeren oder Okraschoten – mit einem grossen Garten stehen Dir alle Möglichkeiten offen. Und Du solltest sie nutzen! Im Samenhaus Müller findest Du eine grosse Palette von Saatgut, auch exotische Samen oder Bio-Saatgut vom Verein Arche Noah ist darunter. Exotische Gemüsesorten wie Okraschoten wachsen dann schon bald in Deinem Nutzgarten.

Wichtig ist der Gartenboden: Von der Aussaat bis zur Gründüngung

Denn nichts ist schlimmer für den Gartenboden als brachzuliegen. Ungenutzte Gartenerde verdichtet sich im Laufe der Zeit. Die Folge ist ein schwieriger Boden, auf dem Gemüse schlecht wächst. Als Tipp kannst Du zum Beispiel Kartoffeln bis vor dem Frost im Boden lassen und sie nach Bedarf ernten. Abgeerntete Beete werden mit Sommer- oder Winterspinat ausgesät, auch Feldsalat eignet sich zur Ernte für fast das ganze Jahr. Alternativ hilft Gründünger zur Bodenverbesserung und beugt der Bodenverdichtung vor.

Dieser kleine Exkurs zeigt, dass zur Selbstversorgung vor allem langfristige Planung und Arbeit gehört. Als Selbstversorger beginnt die Gartensaison nicht erst im März, sondern währt das ganze Jahr. Es gibt arbeitsintensive Tage aber auch Zeiten, in denen weniger zu tun ist. Vermeide unnötiges und konzentriere Dich auf die wichtigen Arbeiten.

Die Arbeit im Nutzgarten mit Arbeitsutensilien erleichtern

Last but not least benötigst Du für Deinen Nutzgarten sinnvolle Gartengeräte und Arbeitsutensilien wie Gewächshausfolie, Bewässerungssysteme oder Holzpfähle. Um Kartoffeln zu lagern oder zu transportieren, kannst Du Jutesäcke verwenden. Sie sind nachhaltig und können immer wieder genutzt werden. Es gibt jede Menge sinnvoller Gartengeräte, die Dir das Leben als Selbstversorger erleichtern.

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